Baby-Massage fördert Bindung zu Eltern

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Zufriedene Mütter und zufriedene Babys: Familien-Kinderkrankenschwester Christiane Frebel (Mitte) und Veronika Breitkopf, Netzwerkkoordinatorin für den Bereich Frühe Hilfen bei der Stadt Werdohl, freuen sich, dass der Kursus gut angekommen ist. 

Werdohl - Sie ist entspannungsfördernd, kann deshalb sogar bei Verdauungsbeschwerden helfen – und kommt bei den kleinen Menschen sichtlich gut an: die Babymassage. Der erste Kursus in der Kindertagesstätte Gernegroß in Werdohl ist nun beendet.

„Wir sind froh, jungen Familien jetzt dieses Angebot unterbreiten zu können, und stellen in der Kita Gernegroß die Räume zur Verfügung“, sagt Veronika Breitkopf, Netzwerkkoordinatorin der Stadt Werdohl für den Bereich Frühe Hilfen. In Zusammenarbeit mit dem katholischen Bildungszentrum und der Initiative „Elternstart NRW“ sei der Kursus initiiert worden. Für die sechs Werdohlerinnen, die mitgemacht haben, war das Angebot kostenfrei: An den vom NRW-Familienministerium geförderten „Elternstart-NRW-Kursen“ können alle Familien mit ihrem Kind im ersten Lebensjahr einmalig gebührenfrei teilnehmen. 

Tipps für eine gezielte Förderung 

Angeleitet von Familien-Kinderkrankenschwester Christiane Frebel haben die Mütter im Rahmen von insgesamt fünf Treffen viele wichtige Tipps bekommen, wie sie ihren Nachwuchs gezielt fördern können. „Die Babymassage fördert die Eltern-Kind-Bindung, das ist ganz besonders wichtig“, stellt Frebel fest. Damit auch besonders aktive Kinder von der Massage profitieren, empfiehlt die Familien-Kinderkrankenschwester eine Ritualisierung: „Es ist sinnvoll, sie jeweils immer nach dem Baden oder vor dem Schlafengehen anzuwenden.“ Wichtig: Mama oder Papa sollten auf keinen Fall mit kalten Händen starten, das könne zu heftigen Protesten führen. 

Die Massage helfe den Babys, das Gefühl für sich selbst zu gewinnen, und fördere zudem die Vernetzung im Gehirn der kleinen Menschen: „Die Haut ist das größte Sinnesorgan, das wir besitzen“, unterstreicht Christiane Frebel. 

Aktiv im Arbeitskreis der Willkommensbesucherinnen

Die Fachfrau ist im Arbeitskreis der Willkommensbesucherinnen aktiv, die im Auftrag der Stadt Werdohl Familien besuchen, die Zuwachs bekommen haben. „Dort kam die Idee auf, die Massagen in Werdohl anzubieten“, erklärt Veronika Breitkopf. In Altena biete die Familien-Kinderkrankenschwester schon seit längerer Zeit entsprechende Lehrergänge an. „Und sie hat gute Erfahrungen gemacht“, berichtet die Netzwerkkoordinatorin. 

Im Rahmen der Willkommensbesucher seien die jungen Mütter zur Premiere in Werdohl eingeladen worden. „Das Angebot war schnell ausgebucht“, berichtet Breitkopf. 

Neuauflage im kommenden Jahr 

Für Veronika Breitkopf steht deshalb fest, dass es im kommenden Jahr nicht nur eine Neuauflage, sondern sogar ein erweitertes Angebot geben soll. „Eine Erzieherin der Kita Gernegroß besucht eine Fortbildung. Sie wird ab März hier in der Einrichtung Pekip-Kurse anbieten. Außerdem absolviert sie eine Zusatzausbildung im Bereich Babymassage“, erzählt die Mitarbeiterin der Stadt Werdohl. Im besten Fall könnten folglich beide Angebote ab dem Frühjahr 2019 aus einer Hand erfolgen. 

Sollte das nicht klappen, könnte sich auch Christiane Frebel vorstellen, noch einmal einen Kursus in Werdohl anzubieten. Ob sie den kleinen Teilnehmern dann noch einmal Entspannungsmusik mitbringe, müsse sie sich aber gut überlegen, erzählt sie augenzwinkernd: „Einem Baby gefielen die Klänge offenbar überhaupt nicht.“ Der kleine Mensch habe sich anhaltend und lautstark beschwert. „Nachdem ich die Musik ausgeschaltet hatte, konnten alle den Kursus genießen.“

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