Weil jemand gepetzt hat: „No Trucks“-Schild muss verändert werden

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In dieser Form durfte die Stadt Werdohl das Schild nicht länger verwenden.

Werdohl - Fünf Jahre lang funktionierte das „No Trucks“-Schild am Höhenweg gegenüber dem Forsthaus sehr gut – bis eine andere Kommune die Stadt Werdohl verpetzte. Fachbereichsleiter Thomas Schroeder konnte sich am Montag während der Ratssitzung die Ironie nicht verkneifen, als er die Politiker über das neue Design des Schildes informierte.

Anstelle des bisher einmontierten Verkehrsschildes mit dem Lkw-Durchfahrtsverbot ist nun ein weißer Lkw auf schwarzem Grund zu sehen.

Immer wieder kam es in der Vergangenheit vor, dass große Lastwagen verbotener Weise den Höhenweg hinunterfuhren. Das Verbot gilt dort schon seit sehr langer Zeit, damit Lkw nicht bei einem Bremsversagen in die Insel-Kreuzung hineindonnern.

Seit Jahr und Tag sind dort jede Menge regulärer Verkehrsschilder angebracht, die häufig genug von Lkw-Fahrern ignoriert wurden. 2013 kam Rolf Prange vom Baubetriebshof auf die Idee, ein besonders auffälliges und auch für den ignorantesten Lkw-Kapitän unübersehbares Schild aufzustellen.

Das offizielle Verbotsschild mit dem roten Rand wurde nun mit einem weißen Lkw auf schwarzem Grund überklebt.

Das gelbe Schild mit der schwarzen Hand und dem „No Trucks“-Hinweis hatte Prange in Österreich gesehen und für Werdohler Verhältnisse modifiziert. Mit der Wirkung des Schildes war nicht nur die Stadt Werdohl jahrelang zufrieden: So nach und nach kopierten eine Menge Kommunen in Deutschland dieses Hinweisschild. Offensichtlich hatte es allenthalben gute Dienste geleistet.

Eine – von Thomas Schroeder nicht namentlich genannte – Kommune stellte sich besonders pingelig an und fragte bei übergeordneten Behörden nach. Diese Stadt hatte die Frage gestellt, ob die Verwendung des amtlichen Verkehrszeichens (roter Rand, schwarzer Lkw auf weißem Grund) auf einem Fantasie-Schild zulässig ist.

Laut Schroeder beschäftigten sich Experten in Ministerien mit dem Thema und kamen zu dem Schluss, dass es nicht erlaubt ist. Der Märkische Kreis als Straßenverkehrsbehörde wies daraufhin die Stadt Werdohl an, das Schild zu ändern. Kurzerhand wurde eine schwarze Folie mit einem weißen Lkw aufgeklebt.

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