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Eine knifflige Angelegenheit: Neuer Kanal auf 130 Metern

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Von: Jona Wiechowski

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Am Montag sind die Kanalbauarbeiten in der Hesmecke gestartet. Hier zeigen Bauamtsleiter Martin Hempel, Bauingenieurin Nina Hoffmann von der Stadt sowie Michael Soest von der ausführenden Attendorner Firma Kebben die Pläne.
Am Montag sind die Kanalbauarbeiten in der Hesmecke gestartet. Hier zeigen Bauamtsleiter Martin Hempel, Bauingenieurin Nina Hoffmann von der Stadt sowie Michael Soest von der ausführenden Attendorner Firma Kebben die Pläne. © Wiechowski, Jona

Zwischen Uferstraße und Hesmecke wird in Werdohl auf gut 130 Metern ein neuer Abwasserkanal verlegt. Gestartet sind die Arbeiten am Montag, die Werdohls Bauamtsleiter Martin Hempel als „knifflige Sache“ beschreibt. Gut 280.000 Euro wird die Maßnahme kosten.

Werdohl ‒ Knifflig ist die Sache deshalb, weil es nur wenig Platz gibt und die ausführende Attendorner Firma Kebben nur kleinere Geräte einsetzen kann. Der Kanal muss unter anderem durch drei Gärten verlegt werden. Betroffene hat die Stadt schon informiert. „Wer nicht angeschrieben wurde, ist nicht betroffen“, erklärt Nina Hoffmann, Bauingenieurin bei der Stadt Werdohl.

Im Zuge der Kanalarbeiten wird auch der Fußweg „Himmelsleiter“, der die Hesmecke mit der Uferstraße verbindet, auf weiten Teilen erneuert. Denn der hat seine besten Zeiten lange hinter sich: Randsteine sind kaputt, einzelne Pflastersteine stehen heraus, teilweise ist das Geländer kaputt. Seit Februar dieses Jahres ist der Weg deshalb auch gesperrt.

Der neue Weg bekommt neues Pflaster, neue Geländer, neue Lampen und wird mit gut 1,50 Meter Breite etwas schmaler sein als der jetzige. Teile des Wegs sollen erhalten bleiben – wie zum Beispiel die Treppe, die von der Hesmecke „von oben“ herunterführt. Um darunter den Kanal zu verlegen, wird das sogenannte Spülbohrverfahren angewendet, wie Hempel erklärt. Damit können Rohrleitungen unterirdisch verlegt werden, ohne einen Graben ausheben zu müssen – beziehungsweise, ohne die Treppe abbauen zu müssen. Geplant ist dies nach jetzigem Plan für Anfang Dezember.

Die Gesamtbauzeit für Kanalverlegung und Gehwegerneuerung schätzt Hoffmann auf zwei bis drei Monate, wobei das stark auf die Witterung ankomme. In den vergangenen Jahren sei der große Frost erst immer so im März gekommen. Sollte das in diesem Winter wieder der Fall sein, könne man jetzt wunderbar durcharbeiten.

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