Der Tod ist eine harte Nuss

Auch das beste Waschmittel hilft hier nichts: Die Flecken bleiben auf den T-Shirts. So sollten die Kinder verstehen, warum nur Gott die Menschen von ihren Sünden reinwaschen kann. - Fotos: Raidt

Werdohl - Da können die Mädchen und Jungen noch soviel mit dem Stoff über das Waschbrett schrubben – die Flecken auf den T-Shirts gehen einfach nicht raus. „So ist das auch mit unseren Sünden“, sagt Alexander Voß, Mitarbeiter der Feiertagsausstellung. „Durch unsere Anstrengung allein kriegen wir keine weiße Weste.“

Die evangelische Allianz hat deshalb das Waschbrett als Symbol für den Karfreitag ausgewählt.

Die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen der Gesamtschule besuchten die Ausstellung im Gemeindehaus der Christuskirche. Um ihnen die abstrakten Symbole für die christlichen Feiertage näherzubringen, hatten die Organisatoren der Ausstellung Spiele vorbereitet. Zum Einstieg sprach Alexander Voß mit den Kindern über die Bilder.

Das Waschbrett führte die jungen Besucher erst einmal auf die falsche Fährte. „War das die Geschichte, als Jesus den Jüngern die Füße gewaschen hat?“, vermutete ein Mädchen.

„Fast“, antwortete Voß. „Das war vorher. Was hängt denn da?“ Er zeigte auf die Wand hinter den Kindern. „Ein Kreuz“, riefen die Mädchen und Jungen. „Jesus wurde doch gekreuzigt.“ Und damit habe er die Menschen von ihren Sünden reingewaschen, erklärte der Ausstellungsmitarbeiter den Schülern.

Auch der Nussknacker sorgte erst einmal für fragende Gesichter. „Er steht für das Osterfest“, verriet Alexander Voß. „Wenn wir vor einer neuen, großen Aufgabe stehen und wissen keine Lösung, dann sagen wir: Da habe ich aber eine harte Nuss zu knacken.“ Und die härteste Nuss, die kein Mensch knacken könnte, sei der Tod. Erst Jesus sei das zu Ostern mit der Auferstehung gelungen.

Nicht nur zu den Bildern der Ausstellung hatten die Kinder viele Ideen und Vorschläge. Sie hatten auch eigene Fragen mit ins Gemeindehaus gebracht. „Als Gott die Erde erschaffen hat, war ja noch kein Mensch auf der Welt – wie kann das dann in der Bibel stehen?“, wollte ein Mädchen wissen. Gott habe Moses die Schöpfungsgeschichte offenbart, erklärte Voß den Schülern. „Und warum kann man Gott nicht sehen?“, fragten die Kinder weiter. „Gott ist Geist, das steht in der Bibel“, antwortete der Ausstellungsmitarbeiter. „Ich dachte, das ist, damit man glaubt“, hakte ein Junge nach. „Man kann ja auch an was glauben, ohne es zu sehen.“

Im Gemeindehaus gab es für die Mädchen und Jungen aber viel zu sehen und genauso viel zu tun. Der Reihe nach versuchten die Schüler, mit Hilfe des Waschbretts Flecken aus den T-Shirts zu waschen.

Eine kleine Belohnung wartete an der Station „Aufgeschlossen“ auf die Kinder. Drei Schlüssel weisen auf die Reformation hin. „Martin Luther hat uns einen neuen Zugang zu Gott erschlossen“, erklärte Alexander Voß den Hintergrund dieses Symbols. Eine Kiste mit drei Schlössern hatten die Organisatoren deshalb für die jungen Besucher vorbereitet. Gelang es diesen, sie mit den passenden drei Schlüsseln zu öffnen, fanden sie nicht nur Info-Material zur Ausstellung, sondern auch Bonbons – natürlich in goldenem Papier, passend zum Titel „Goldene Zeiten“.

Die Ausstellung ist heute noch von 9 bis 18 Uhr im Gemeindehaus der Christuskirche zu sehen. Von 19.30 bis 21 Uhr lädt die Allianz außerdem zur Abschlussveranstaltung mit einem Vortrag ein. Der Eintritt ist frei.

Von Constanze Raidt

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