Eine große, harmonische Urlaubs-Familie

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Nach einer kräftezehrenden Wanderung gab es für die Ausflügler frisch gebackene Reibekuchen. ▪

WERDOHL ▪ Urlaub in idyllischer Landschaft, umgeben von Wiesen, Wäldern und Feldern, inmitten familiärer Atmosphäre – wer Erholung in der Natur und nette Bekanntschaften sucht, ist auf dem Freizeit- und Ferienhof von Familie Sönnecken auf Hinterbrenge an der richtigen Adresse. Vorausgesetzt, er bekommt noch einen freien Platz.

Auf dem familiär geführte Ferienhof verbringen seit 1971 Familien ihre Ferientage. Auf Werbung können Stephanie und Dietrich Sönnecken, die in zweiter Generation den Bauernhof betreiben, gut und gerne verzichten – ihre Ferienwohnungen sind wahre „Selbstläufer“, allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Wer einmal auf Hinterbrenge seine Freizeit verbracht hat, der kommt immer wieder. So wie Gesine Hölsken aus Moers. Die Seniorin machte schon vor Jahren, als ihre Kinder noch klein waren, Urlaub bei Sönneckens. „Jetzt verbringe ich mit meiner Tochter, meiner Schwiegertochter und meinen Enkeln hier die Ferien“, berichtet die „Oma“ – ein Trend, der Stephanie Sönnecken seit etwa fünf Jahren besonders auffällt. „Wir haben immer mehr Omas und Opas, die mit ihren Enkelkindern zu uns kommen.“ Demnächst erwarten die Gastgeber einen Opa, der mit seinen fünf Enkelkindern auf Hinterbrenge Urlaub machen wird.

Gesine Hölsken erinnert sich zurück, wie sie auf den Freizeit- und Ferienhof im Sauerland aufmerksam wurde. „Meine Nachbarin fuhr schon immer seit ewig und drei Tagen hierher und war jedes Mal begeistert.“ Allein aufgrund ihrer Urlaubs-Geschichten buchte Gesine Hölsken bei Sönneckens eine Ferienwohnung, packte die Koffer der Familie und ist seit ihrem ersten Besuch jedes Jahr – wenigstens einmal – hier zu Gast. „Ich kam hierher und fühlte mich sofort wie Zuhause“, erinnert sie sich an ihren ersten Urlaub im Sauerland zurück.

Stephanie und Dietrich Sönnecken vermieten sieben Wohnungen auf ihrem Grundstück – in der Regel sind sie ausgebucht. Nicht nur ihre Gastfamilien pflegen untereinander freundschaftliche Verhältnisse. Auch der Kontakt zu den Gastgebern ist kameradschaftlich. Dietrich Sönnecken erinnert sich noch gerne an die Fußball-WM 1974 zurück. Der damals Jugendliche fieberte mit einem gleichaltrigen Gast gemeinsam vor dem Fernseher beim Endspiel Deutschland gegen die Niederlande mit. Sein damaliger TV-Partner gehört heute mit zu seinen Stammgästen des Ferienhofes.

Im Lauf der Jahre hat Familie Sönnecken nicht nur ihre eigene Familie heranwachsen sehen, sondern auch die ihrer Gäste, die hauptsächlich aus dem Ruhrgebiet, den südlichen Bundesländern und Berlin anreisen. Viele Mädchen und Jungen haben während der Ferien auf dem Bauernhof das Sprechen, Laufen oder Radfahren gelernt – jetzt ist die nächste Generation an der Reihe. Und auch die älteren Sprösslinge pflegen ihrerseits regelmäßig ihre Freundschaften, die sie im Urlaub auf dem Bauernhof geschlossen haben.

Zwei Mal in der Woche bietet Familie Sönnecken ihren Gästen ein Unterhaltungs- beziehungsweise Ausflugsprogramm an. Treckerfahrten, Grillabende, Wanderungen oder Waffelbacken sorgen dann für jede Menge Spaß bei Jung und Alt. So unternahmen kürzlich sechs Erwachsene und acht Kinder eine von Stephanie Sönnecken geführte Wanderung über die Sauerländer Höhen. Zum Abschluss des Nachmittags luden die Feriengäste ihre Gastgeber zum Reibeplätzchenessen ein. Im Garten des Bauernhofs rieben die Urlauber Kartoffeln, vermengten den Teig und brieten die Rohlinge in einer Pfanne über dem Grill, bis sie goldbraun waren. Ein Dankeschön für die Mühen der Gastgeber. Auf dem Ferienhof, so scheint es, lebt die große Ferien-Familie in echter Harmonie. Gäste und Gastgeber wissen, was sie aneinander haben. Gemäß des Silvester-Mottos „The same procedure as last year“ freut sich jeder bereits schon bei der Abfahrt auf das Wiedersehen in den nächsten Ferien.

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