Eine große Aufgabe für die Werdohler Lehrer

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Das sind sie, die Kinder der Klasse 1 a der katholischen Grundschule . ▪

WERDOHL ▪ Aishe hatte noch ein wenig Angst und Felix auch – an den Händen ihrer Mütter starteten sie am Dienstag wie 180 andere Werdohler Kinder auch ins Schulleben. In allen vier Grundschulen hatten Lehrer und Mitschüler kleine Begrüßungsprogramme auf die Beine gestellt, um den i-Dötzen den Start ein wenig leichter zu machen. „Alle Kinder lernen lesen“, wurde da natürlich gesungen – aber auch „reach for the sky“, weil ja schließlich seit einiger Zeit in den Grundschulen auch Englisch unterrichtet wird.

Neben den Eltern verfolgten oft auch Großeltern und Geschwister die Feiern – nach deren Ende wurde es dann wirklich ernst, die Kinder brachen auf zur ersten Schulstunde ihres Lebens. Damit die Begleiter diese Zeit gut überbrücken konnten, waren überall Cafeterien eingerichtet worden – der Verkauf von Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen sorgte bei Fördervereinen und Elternpflegschaften durchweg für gute Einahmen.

„Weißt Du noch?“ – diese Frage schoss vielen Eltern durch den Kopf, als sie ihre Kinder zum Schulstart begleiteten. „Damals waren wir mehr“, sagte ein Vater vor der mit 44 Kindern eher überschaubaren Gruppe der Lernanfänger in der Grundschule Kleinhammer und lag damit nicht falsch: Werdohl bleibt vom Geburtenrückgang nicht verschont, die Zahl der Schüler geht zurück. Im Schuljahr 2001/2002 wurden in den Grundschulen noch 244 Kinder eingeschult, gestern waren es 182 – mithin also ein Rückgang von etwa 25 Prozent.

Noch beeindruckender ist eine andere Zahl: 2001/2002 betrug der Ausländeranteil in den Eingangsklassen der Werdohler Grundschulen rund 25 Prozent, inzwischen sind es (nach sprunghaftem Anstieg in den vergangenen zwei Jahren) über 50 Prozent – ganz sicher eine große Herausforderung für die Lehrerinnen und Lehrer der vier Schulen.

Die Schülerzahlen werden übrigens nach den Erhebungen das Landes in den nächsten Jahren nur noch leicht sinken: Ende 2008 lebten in Werdohl 1080 Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren – rein rechnerisch also 180 pro Jahrgang. Zurückzuführen ist das auch darauf, dass die Geburtenrate überdurchschnittlich ist: In Werdohl kommen auf 1000 Einwohner 9,1 Geburten im Jahr, im Landesdurchschnitt sind es nur 8,5. ▪ .-ben

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