Eine ganze Klasse Kinder weniger

An der Gemeinschaftsgrundschule, im Bild der Standort Königsburg, wird es im nächsten Jahr drei statt bisher vier Klassen geben.

WERDOHL - Die Anmeldezahlen für die Werdohler Grundschulen liegen vor – es ist in Summe eine ganze Klasse weniger als sonst. Bei der Gemeinschaftsgrundschule werden mit Sicherheit nur drei anstelle der sonst üblichen vier Eingangsklassen gebildet werden können. Welche Klassen dann in Kleinhammer und welche an der Königsburg angesiedelt sein werden, war nicht zu erfahren. Schulleiterin Böddecker war nicht zu erreichen.

Bei Christa Schlemmer im Rathaus liefen die Anmeldezahlen der drei Grundschulen zusammen, die Anmeldeverfahren sind formell abgeschlossen. 67 Kinder sollen ab nächsten Sommer die städtische Gemeinschaftsgrundschule besuchen. Für diesen Sommer waren es noch 88 Kinder, die sich mit 38 auf Kleinhammer und 50 für die Königsburg aufteilten. In Kleinhammer wird auch die Offene Ganztagsbetreuung angeboten, auch danach wird sich die Verteilung der Kinder auf die beiden Standorte richten.

Für die katholische Grundschule St. Michael sind 49 Kinder angemeldet, im Vorjahr waren es 54. Die evangelische Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen hat 40 Anmeldungen entgegen genommen, im aktuellen Schuljahr waren es 45.

Von 16 Kindern gibt es keine weiteren Nachrichten, hier wird die Schulabteilung im Rathaus nachfassen müssen. Da die Eltern nur nach den reinen Jahrgangsdaten der Kinder angeschrieben werden, so Christa Schlemmer, könne es sein, dass einige schon vergangenen Winter angemeldet wurden. Dabei könne es sich aber nur um eine kleine Zahl von Kindern handeln.

Es könne auch sein, dass einige dieser „fehlenden“ Kinder bei der Waldorfschule angemeldet wurden, davon bekommt die Stadt Werdohl nicht automatisch eine Rückmeldung. Verständigungsprobleme bei nicht deutschsprachigen Elternhäusern könnten ebenfalls ein Grund für noch nicht erfolgte Anmeldungen sein. Und, so Schlemmer, Desinteresse sei auch ein nicht ganz so seltener Grund, ein Kind trotz schriftlicher Aufforderung der Stadt nicht an einer Grundschule anzumelden. Ein Teil dieser 16 Kinder verteile sich also noch auf die drei Grundschulen.

Insgesamt ist die Kinderzahl rückläufig. Im infrage kommenden Jahrgang wurden diesen Winter Eltern von 168 Kindern angeschrieben, im vergangenen Winter waren es 196 – 28 Kinder weniger. - Volker Heyn

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