Einbrecherbande gestellt

WERDOHL/NEUENRADE ▪ Eine elfköpfige Einbrecherbande aus Werdohl und Neuenrade ist jetzt den Ermittlern einer Kommission der Kriminalpolizei des Märkischen Kreises ins Netz gegangen. Den Dieben im Alter zwischen 21 und 26 Jahren wird vorgeworfen, für etwa 20 Blitzeinbrüche in Tabakläden, Elektrogeschäften und Tankstellen im Südkreis verantwortlich zu sein, wie die Kreispolizeibehörde gestern mitteilte.

Vor allem auf Bargeld und Zigaretten hatten es die mutmaßlichen Täter bei ihren Beutezügen nach Ladenschluss abgesehen, teilte Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Dabei seien die Mitglieder der Bande in unterschiedlichen Konstellationen losgezogen, so Boronowski.

Die bei ihren Einbrüchen erbeuteten Zigaretten – dabei handelte es sich um mehrere tausend Stangen – hätten die Täter weiterverkauft. Ein 46-jähriger Werdohler habe der Bande die Ware zum Teil abgenommen. Auch er konnte von den Beamten der Sonderkommission ermittelt werden.

Zudem ließ die Bande bei ihren Einbrüchen in Elektrogeschäfte hochwertige Geräte wie Laptops mitgehen. Die Schadenssumme wird von der Polizei insgesamt auf etwa 50 000 Euro geschätzt. Bei Wohnungsdurchsuchungen konnten die Beamten einen Teil des Diebesgutes sicherstellen.

Boronowski bewertete die Ergebnisse der Sonderkommission als großen Erfolg. Wie viele Beamten mit der Aufklärung der Blitzeinbrüche beschäftigt waren, wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Gegen vier der Haupttäter seien Haftbefehle erlassen worden. Vier weitere Mittäter wurden vorläufig festgenommen und nach der Vernehmung durch die Beamten wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen der Kreispolizeibehörde dauern noch an. ▪ ute

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare