Einblicke in das Leben einer geschätzten Persönlichkeit

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Viele Besucher waren gestern zur Ausstellungseröffnung ins Kleine Kulturforum gekommen. ▪

WERDOHL ▪ Ein Vorbild bis in die heutige Zeit, so sieht Dr. Rolf-Dieter Kohl, ehemaliger Kreisarchivar, Fritz Thomée, Landrat des Kreises Altena von 1901 (zunächst kommissarisch) bis 1927. Wie bekannt und geschätzt der 1944 verstorbene Ehrenbürger Werdohls immer noch ist, zeigte die große Resonanz zur Eröffnung der Ausstellung mit Dokumenten aus dem Leben Thomées.

Gestern Vormittag herrschte regelrechte Enge im Kleinen Kulturforum, als Kohl gemeinsam mit Landrat Thomas Gemke, dem ersten stellvertretenden Bürgermeister und Kulturausschussvorsitzendem Dirk Middendorf sowie Heiner Burkhard, Vorsitzender des Heimatvereins Werdohl, die Ausstellung eröffnete.

Zu sehen sind rund 40 Exponate, angefangen von der Ernennungsurkunde zum Landrat, ausgestellt vom preußischen König und deutschen Kaiser Wilhelm II., über die Karte mit dem Menu zur Hochzeit Thomées mit Lilly Herbers und die Ordensmanschette des Landrates, bis zu den Nachrufen nach seinem Tod am heiligen Abend 1944 im Alter von 82 Jahren.

Ein bisschen neidvoll blickte Gemke auf die Amtszeit Thomées im Hinblick auf die Finanzen zurück. Solche Geldsorgen wie der Märkische Kreise heute habe Thomée nicht gekannt, aber gleichwohl hätten die Menschen andere Sorgen gehabt, die dazu führten, dass man aus heutiger Sicht „wohl lieber nicht“, in dieser Zeit gelebt haben wolle.

Kohl oblag es gestern Vormittag, einige „Schlaglichter“ auf Thomées Leben zu werfen. Er unterstrich den Bekanntheitsgrad, den dieser vor allem als Initiator des Wiederaufbaus der Burg Altena bis heute nicht nur bei Historikern genieße. Kohl nannte Lebensdaten und beschrieb den Menschen Thomée, dessen wesentliche Charakterzüge immer noch nachahmenswert seien. Kohl nannte unter anderem Geradlinigkeit, Arbeitsethos, Gerechtigkeitsempfinden, Uneigennützigkeit und „seine im Humanismus begründete tiefe Menschlichkeit und Menschenliebe.“ ▪ gör

Die Ausstellung ist bis zum 16. Mai im Kleinen Kulturforum zu sehen. Dieses ist in dieser Zeit ebenso wie das Stadtmuseum donnerstags von 10 bis 12.30 Uhr, freitags von 15 bis 17.30 Uhr und sonntags von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet.

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