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Ein schönerer Kreisel: Bürger-Vorschläge ausdrücklich erwünscht

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Von: Volker Griese

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Bei der Gestaltung von Mittelinseln in Kreisverkehren sind einige Regeln zu beachten, weiß inzwischen auch der Ustea-Vorsitzende Jürgen Henke.
Bei der Gestaltung von Mittelinseln in Kreisverkehren sind einige Regeln zu beachten, weiß inzwischen auch der Ustea-Vorsitzende Jürgen Henke. © Volker Griese

Seit 14 Monaten kann der Kreisverkehr vor dem Werdohler VDM-Werk befahren werden, wirklich fertig ist er aber noch nicht. Abgesehen davon, dass der Kreisel-Abzweig Neuenrader Straße erst provisorisch hergestellt ist und noch fertig ausgebaut werden muss, steht auch die Gestaltung der Mittelinsel aus. Dabei will die Stadt auch Bürgervorschläge berücksichtigen.

Werdohl ‒ Die Gestaltung der sogenannten Kalotte, der Mittelinsel des Kreisverkehrs, ist bereits seit geraumer Zeit Thema im politischen Raum. Nach einer Diskussion, ob die Stadt vielleicht zu spät ihr Interesse angemeldet haben könnte, bei der Gestaltung mitzureden, hatte Bürgermeister Andreas Späinghaus schließlich in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) im April 2021 schließlich die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung ins Spiel gebracht. Geschehen ist danach aber offensichtlich nichts.

In der jüngsten Ustea-Sitzung am 17. Oktober hat Späinghaus nun die Durchführung einer Bürgerbeteiligung an der Kreisel-Gestaltung an die Politik zurückdelegiert. Die personellen Ressourcen der Verwaltung reichten derzeit nicht aus, um dieses Verfahren durchzuführen, begründete er.

Den Ball hat nun der Ustea-Vorsitzende Jürgen Henke (SPD) aufgenommen („Im Interesse der Sache habe ich die Aufgabe selbstverständlich übernommen.“) und eine interfraktionelle Jury gebildet, die über die Gestaltungsvorschläge aus der Bevölkerung befinden soll. Der Jury gehören neben Henke selbst noch Lutz Hoffmann (CDU), Klaus-Dieter Frick (WBG) und Rainer Schmidt (FDP) an.

Ab sofort können nun Einwohner Werdohls, aber auch alle anderen Interessierten Vorschläge einreichen, wie man den Mittelpunkt des Kreisverkehrs gestalten könnte. „Die Vorschläge sollten schon aussagekräftig sein“, wünscht sich Henke einigermaßen durchdachte Ideen. Weil Leitungen für Strom und Wasser in die Kalotte gelegt worden seien, könnten auch Vorschläge berücksichtigt werden, bei denen Objekte beispielsweise beleuchtet oder anderweitig elektrisch betrieben werden müssten. Allerdings sind einige Richtlinien zu beachten, damit der Landesbetrieb Straßen.NRW den Gestaltungsvorschlag nicht ablehnt.

Aber auch „nur eine Bepflanzung“ der Kalotte sei denkbar, betont der Ustea-Vorsitzende, der davon ausgeht, dass der mit rund 900 Kubikmetern Erde aufgeschüttete Hügel wieder abgetragen wird. Finanziert werden müsse die Gestaltung der Mittelinsel übrigens durch die Stadt Werdohl.

Bis zum 1. Dezember können Vorschläge direkt bei Jürgen Henke (Im Sundern 11, 58791 Werdohl, E-Mail: juergenhenke1@aol.com) abgegeben werden. Umgesetzt werden könnte der überzeugendste Vorschlag dann eventuell während der endgültigen Herstellung des Kreisel-Abzweiges Neuenrader Straße, weil dann der Kreisverkehr ohnehin noch einmal gesperrt werden müsse, sagte Henke.

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