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Ein schönerer Lennebogen: Erd- und Pflanzarbeiten stehen an

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Von: Volker Griese

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Der Bereich an der Altenaer Straße könnte nach den Vorstellungen des Planungsbüros Berger naturnah mit Blühstreifen und einer neuen Baumallee gestaltet werden. Auch Ruhebänke hätten dort ihren Platz.
Die Altenaer Straße soll bis zum Frühjahr 2023 so gestaltet werden, wie es der Planer in dieser Illustration dargestellt hat: mit schon recht großen Alleebäumen, Wildblumen und neuem Mobiliar. © Planungsbüro Berger

Die Stadt Werdohl hat in der vergangenen Woche Aufträge für Erd- und Pflanzarbeiten im Wert von rund 360.000 Euro vergeben. Mit dem Geld sollen erste Teile des Konzeptes „Naturerlebnis Lennebogen“ umgesetzt, aber auch Spielplätze und Freiflächen im Stadtgebiet verschönert werden.

Werdohl ‒ Das Konzept zur Neugestaltung der Lennepromenade zwischen Rathaus am östlichen und Tunnelportal am westlichen Ende des mittleren Werdohler Lennebogens wird schon seit mehr als einem Jahr diskutiert, im Mai hatte die Stadt endlich den Auftrag zur konkreten Planung vergeben. Den Zuschlag hatte das Bad Sassendorfer Planungsbüro Berger erhalten. Teile davon sollen nun mit einem Aufwand von rund 200.000 Euro möglichst noch in diesem Jahr, spätestens aber bis März 2023 durch das Lüdenscheider Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen Maurmann umgesetzt werden.

Rad- und Fußweg wird verlegt

Konkrete Bestandteile des Auftrags sind unter anderem die Verlegung und Entsiegelung des Rad- und Fußweges unter der Stadtbrücke in Richtung Lenne, Geländemodellierungen und die Anpflanzung von Uferhochstauden im Bereich der Soppe und das Einbauen von Störsteinen zur ökologischen Verbesserung der Soppe. Kurz vor der Soppemündung in die Lenne soll der dort vorhandene Zaun aus Stabgittermatten einer Ahornhecke weichen, und am nördlichen Ende der Altenaer Straße sollen mit großen Steinen zwei Zugänge zur Lenne geschaffen werden.

Neue Allee wird angepflanzt

Auch sonst wird an der Altenaer Straße mächtig investiert. Vor allem wird dort endlich die Ersatzpflanzung für die im Sommer 2018 gefällten erkrankten Eschen vorgenommen. Es sollen nun Feld- und Spitzahorn sowie Traubeneichen als neue Allee gepflanzt werden. „Die neuen Bäume werden bereits etwa vier Meter groß sein“, sagte Thomas Schroeder, Leiter des Fachbereichs Bauen und Immobilienmanagement im Rathaus. Damit nicht genug, soll die Boule-Anlage an der Altenaer Straße erneuert und Bänke sowie im Bereich der Kletterfelsen eine neue Sitzgruppe aufgestellt werden. „Dabei wollen wir das Stadtmobiliar weiter vereinheitlichen“, deutete Schroeder an, dass Tische und Bänke anderen bereits neu im öffentlichen Raum aufgestellten Exemplaren gleichen werden.

Spielplätze werden aufgewertet

Mit weiteren 160.000 Euro sollen Spielplätze und Freiflächen im Stadtgebiet aufgewertet werden. Vor allem hat die Stadt dabei den kleinen Park an der Osemundstraße unterhalb des Awo-Gebäudes in Pungelscheid und auf der Königsburg den ehemaligen Spielplatz Am Nocken ins Auge gefasst.

In Pungelscheid sollen Winkelstützen, eine Treppenanlage und zwei Asphaltflächen beseitigt und verschiedene Anpflanzungen vorgenommen werden. Unter anderen soll der dortige Containerstandort mit einer Hecke eingefasst werden. Auf der Königsburg sollen ein Stabgitterzaun beseitigt und Apfel- und Kastanienbäume sowie Wildstauden gepflanzt werden. Darüber hinaus sollen auf verschiedenen Spielplätzen im Stadtgebiet schattenspendende Bäume angepflanzt werden.

Geld aus Förderprogrammen

Die Stadt finanziert all diese Maßnahmen unter anderem mit Geld aus Förderprogrammen des Landes und der Europäischen Union. Aus dem Programm „Grüne Infrastruktur“ können bis zu 240.000 Euro nach Werdohl fließen, als „Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas“ erhält die Stadt aus dem Projektaufruf „Steigerung der Klimaresilienz“ insgesamt bis zu 210.000 Euro.

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