Eichenprozessionsspinner: Darum fühlt sich der Schädling in Werdohl nicht wohl

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Werdohl - Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Deutschland massiv aus, begünstigt durch warme, trockene Witterung. Werdohl ist von den Raupen des Nachtfalters bisher verschont geblieben.

Revierförster Kevin Hauser hat eine Theorie, warum das so ist. Von einem Vorkommen des Eichenprozessionsspinners in Werdohl habe er keine Kenntnis, sagte Hauser auf Nachfrage. Vor ein paar Jahren habe es zwar einmal eine Meldung gegeben. „Es handelte sich aber schließlich um eine harmlose Gespinstmotte“, erinnert sich der Revierförster. 

Hauser glaubt, dass die Lebensbedingungen für das Insekt an Lenne und Verse nicht optimal sind. „Er kommt besonders in warmen, trockenen Gegenden vor. Dafür ist das Sauerland ja nicht gerade bekannt“, erklärte der Waldfachmann. Zudem sei auch der Eichenanteil in den heimischen Wäldern nicht besonders hoch. Laut Hauser liegt der bei etwas unter zehn Prozent. Dennoch sei nicht auszuschließen, dass sich der Schädling, dessen Raupen die Bäume kahl fressen und mit ihren Brennhaaren bei Menschen eine Dermatose auslösen können, irgendwann auch in der heimischen Region blicken lässt. Denn milde Frühlingsmonate und warme, trockene Sommer begünstigen die Vermehrung des Falters. 

Öffentlichkeitswarnung hat Priorität

Ein Auftreten des Eichenprozessionsspinners würde Kevin Hauser übrigens sofort dem Ordnungsamt melden und öffentlich machen, um die Bevölkerung zu warnen. „Das größte Problem sind ja die Brennhaare, die dem Menschen gesundheitlich gefährlich werden können“, hätte die Öffentlichkeitswarnung für Hauser oberste Priorität.

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