Eichen für den Brüninghaus-Platz

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Christof Geskes stellte die Entwürfe vor.

Werdohl - Acht bis zehn Sumpf-Eichen schlägt das Architektenbüro Geskes.Hack für den neu gestalteten Brüninghaus-Platz vor. Die Kronen dieser Eichenart seien nicht so dicht wie die anderer Bäume, informierte Landschaftsplaner Christof Geskes im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung.

„Dadurch entsteht eher ein Halbschatten als ein strenger, dunkler Schatten“, sagte Geskes. Außerdem hätten diese Eichen eine besonders schöne, rote Herbstfärbung. „Das wird ein unglaublicher Hingucker“, versprach der Architekt.

Was denn dann aus dem Flügelnussbaum werde, wollte die WBG wissen. Der werde – wie alle anderen Bäume, die jetzt auf dem Platz stehen – gefällt, antwortete Geskes. „Die meisten Bäume haben ihre Lebenserwartung überschritten und weisen Schäden auf“, begründete der Landschaftsplaner das Vorhaben. Ein weiterer Grund: Viele Bäume stehen in Hochbeeten, die ebenfalls verschwinden sollen. „Es ist statisch nicht möglich, die Mauer des Hochbeetes wegzunehmen und den Baum stehenzulassen“, teilte Geskes mit. „Der könnte dann beim nächsten Sturm umfallen.“ Außerdem stünden die Bäume der geplanten vielfältigen Nutzung des Platzes im Wege.

Neben den Eichen soll auch das Pflaster aus Natursteinen zur neuen Atmosphäre des Brüninghaus-Platzes beitragen. Der dunkle, feinkörnige Granit sehe aber nicht nur gut aus, so der Landschaftsplaner. „Dieses Material altert gut“, nannte er einen Vorteil. Beton nehme Flüssigkeiten und Schmutz auf und müsse deshalb nach spätestens 20 Jahren ausgetauscht werden. „Naturstein wird mit der Zeit nur noch schöner“, versprach Geskes.

Das Material sei im Vergleich zu Beton „nicht deutlich teurer“. Der Granit könne in China bestellt werden. Er sei dann recht günstig, weil er Containerschiffen sowieso als Beiladung mitgegeben werde, um fehlendes Gewicht auszugleichen. Als Sitzgelegenheiten sollen am Rande des Platzes kubusartige Steine dienen. Diese sollen aus demselben Material sein wie die Pflastersteine. „Das sieht sehr edel aus“, warb der Planer für seine Idee. Ein Vorteil der dunklen Farbe: Die Steine werden im Frühling recht schnell warm, sodass sie als Sitzgelegenheit dienen können.

CDU-Ratsherr Christoph Plaßmann wies darauf hin, dass es in Lüdenscheid Probleme mit den hellen Granitsteinen gebe, mit denen der Rathausplatz gepflastert sei. „Ist das ein gelbliches Material?“, fragte Geskes. „Das baut mein Büro sowieso nicht ein – das ist minderwertiger Granit.“ Bräunliche oder beige Farbtöne seien immer problematisch und sehr anfällig. Das sei bei den dunklen Steinen, die er für Werdohl vorschlage, aber anders.

Nicht ganz zufrieden waren einige Ausschussmitglieder mit dem Entwurf für das Wasserspiel. Der Brunnen soll quasi ebenerdig angelegt werden, damit das Wasser bei Veranstaltungen herausgelassen und die Fläche mitgenutzt werden kann. Das sei auch ein Vorteil für eventuelle lange Winter: „Leere Brunnen sehen im Winter immer hässlich aus“, fand der Architekt. Rund 100.000 Euro werde der Bunnen kosten.

Allerdings bringt dieses Projekt wohl Folgekosten mit sich – Geskes empfahl eine professionelle Wartung im Frühjahr und im Herbst, wenn der Brunnen an- und ausgeschaltet wird. Die Kosten schätzte er auf 3000 Euro, will diese aber noch im Detail zusammenstellen. Es handele sich aber nur um eine Empfehlung; auch der städtische Bauhof könne die Wartung übernehmen. - Von Constanze Raidt

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