Gemeinsam zum Seepferdchen

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Die Vorschulkinder der Kita Budenzauber tummeln sich jeden Mittwoch im Hallenbad. Neben Erzieherin Monika Salmen (im Becken, Mitte) engagieren sich mehrere Werdohler ehrenamtlich dafür, dass der Nachwuchs die Angst vor dem Wasser verliert.

WERDOHL - „Es gibt Kinder, die sich darüber wundern, dass hier im Wasser keine Fische herumschwimmen,“ stellt Heike Hinsching-Stagni fest. Das trifft auf die Vorschulkinder der Kindertagesstätte Budenzauber nicht zu: Die tummeln sich an jedem Mittwoch im Hallenbad auf dem Riesei – und einige von ihnen können sogar schon schwimmen.

Die Idee zu diesem Wassergewöhnungskursus, der im Idealfall mit dem Erwerb des Seepferdchens endet, stammt von Monika Salmen. Begonnen hatte die Aktion nach den Sommerferien. „Für den ersten Teil der insgesamt 23 Kinder ist jetzt bald Schluss. Bis zu den Osterferien sind dann die anderen an der Reihe“, berichtet Salmen, Erzieherin in der Kita Budenzauber. „Ich finde es traurig, wenn Grundschulkinder noch nicht schwimmen können. Sie werden dann schnell zu Außenseitern“, sagt Salmen. Um den Kindern die regelmäßigen Schwimmbadbesuche zu ermöglichen, ist allerdings auch ehrenamtliches Engagement gefragt. „Und daran mangelt es nicht“, freut sich Monika Salmen.

Gestern bedankte sie sich mit einem blühenden Frühlingsgruß und einer süßen Überraschung bei ihren Unterstützern: Brigitte Jünschke, Großmutter eines Kindergartenkindes, fährt den Kleinbus, mit dem acht der Kinder zum Schwimmbad kommen. Die zweite „Kindergartenoma“, Walburga Runig, fährt regelmäßig zwei Nachwuchsschwimmer zum Bad – und hilft den Mädchen und Jungen beim An- und Ausziehen. Diese Aufgabe übernimmt auch Martina Lienenkämper, die Mutter eines Budenzauberkindes.

Über kleine Geschenke durfte sich auch Heike Hinsching-Stagni freuen. Die Mitarbeiterin der Stadt Werdohl leitet den Kursus als Schwimmpädagogin. Sie weiß, dass viele Mädchen und Jungen im Grundschulalter noch keine Gelegenheit zur Wassergewöhnung hatten – und ist deshalb von Salmens Idee begeistert: „Solches Engagement wünscht man sich.“

Ein besonderes Dankeschön richtete Monika Salmen an den Werdohler Gerd Schlotmann. „Er stellt den Kleinbus zur Verfügung. Ohne den hätten wir keine Chance, zum Riesei zu kommen.“ „Schloti“ – ein begeisterter Frühschwimmer – hatte selbst Geschenke im Gepäck: Er versorgte den Nachwuchs mit Esspapier und Hustenbonbons. „Damit sie nicht krank werden und alle noch schwimmen lernen“, schmunzelte er und betonte: „Die Kinder sind Werdohls Zukunft. Für die muss man was tun.“

Von Carla Witt

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