Ehrenamtliche nicht überfordern

Äußerte sich kritisch: WBG-Politiker Christian Klepatz.

WERDOHL ▪ WBG-Politiker Christian Klepatz äußerte während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses am vergangenen Dienstag Bedenken gegen die Pläne der Verwaltung, mit Hilfe von Ehrenamtlichen eine Betreuungsgruppe für Demenzkranke einzurichten.

„Die Kranken können zum Teil richtig aggressiv werden“, berichtete er aus seiner eigenen Erfahrung. Dass Ehrenamtliche, die eine 30-stündige Fortbildung absolviert hätten, für eine angemessene Betreuung sorgen könnten, hielt Klepatz für fraglich. „Kein Demenzkranker möchte dauernd von einer anderen Person betreut werden“, so der WBG-Politiker weiter.

Bodo Schmidt, Leiter des Fachbereiches Soziales und Wohnen verwies darauf, dass es sich nur um eine stundenweise Betreuung handeln solle. „Es geht nicht darum, die Ehrenamtlichen zu überfordern“, sagte er. Bürgermeister Siegfried Griebsch machte während der Sitzung zudem deutlich, dass es der Verwaltung in erster Linie darum gehe, die Angehörigen mit dem Angebot zeitweise zu entlasten.

Klepatz kritisierte auch, dass die Ehrenamtlichen – geht es nach den Plänen der Verwaltung – eine Aufwandsentschädigung bekommen sollen. „Eine solche Aufgabe führt man aus, ohne eine finanzielle Gegenleistung zu bekommen. Deshalb heißt es ja auch Ehrenamt“, sagte Klepatz während der Sitzung. Gudrun Siebert, stellvertretende Leiterin der Abteilung Soziales und Wohnen verwies darauf, dass es sich lediglich um eine Aufwandsentschädigung von 5 bis 6 Euro pro Stunde handele. ▪ ute

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