Ehre für Paul Seuthe

WERDOHL ▪ Im Zusammenhang mit der öffentlichen Ideen-Sammlung zum Thema „Werdohl an die Lenne“ hat der Werdohler Zahnarzt Dr. Georg Vizkelety ein Thema aufgegriffen, das ganz offensichtlich in den Schubladen der Stadtverwaltung im Rathaus verschwunden war: Eine geeignete Würdigung des Werdohler Architekten und Künstlers Paul Seuthe (1909-1997).

Ein Thema, das im März 2010 zuletzt im Rathaus behandelt wurde. Damals war die Stadtverwaltung mit ihrem Vorschlag, den Parkplatz an der neuen Stadtbücherei nach Paul Seuthe (PS) zu benennen, auf Widerstand gestoßen. Eine Umsetzung dieser Idee sei nicht würdig für PS, so der Tenor bei Bürgern und Politikern gleichermaßen. Der Punkt wurde damals von der Tagesordnung des Hauptausschusses genommen.

„Zu einem späteren Zeitpunkt“ sollte mit neuen Vorschlägen wieder in die Beratung eingetreten werden, hieß es seinerzeit. Geschehen ist seither nichts.

In einem Brief vom 29. Mai dieses Jahres an Erik Plöger vom Stadtumbaubüro erinnerte Dr. Vizkelety an seinen wiederholt gemachten Vorschlag, die Stadt möge Paul Seuthe posthum „ein Denkmal setzen“, damit er nicht in Vergessenheit gerät.

Vizkelety dachte dabei unter anderem daran, den Skulpturenpark an der Lenne nach ihm zu benennen. Er selbst, so der Zahnarzt, würde sich darum kümmern, dass von Kunstschmied Ingo Duisberg eine Büste von Paul Seuthe angefertigt und eine Tafel mit seiner Vita aufgestellt wird.

Bereits mit Datum vom 10. Februar 2011 hatte Dr. Georg Vizkelety einen Brief an Bürgermeister Siegfried Griebsch geschrieben und eine geeignete Würdigung Seuthes angemahnt. Damals allerdings war die Rede davon, die Lennepromenade zwischen Bolzplatz und Rathausparkplatz in Paul Seuthe-Promenade umzubenennen.

„Mit der Zeit“, so heißt es dort wörtlich, „könnten hier eventuell Skulpturen aufgestellt werden, so dass dadurch ein Bezug zu dem künstlerischen Schaffen Seuthes hergestellt wäre“. Als Alternative könne er sich die Umbenennung der Post- in Paul-Seuthe-Straße vorstellen, so heißt es in diesem Schreiben.

In einem weiteren Brief vom 24. Januar diesen Jahres brachte Dr. Vizkelety seine Vorschläge noch einmal bei Bürgermeister Griebsch in Erinnerung, wobei er auch einen Kostenvoranschlag für die von ihm angeregte Seuthe-Büste anfügte.

Was die Skulpturen angeht, so sind sie inzwischen Wirklichkeit geworden. Der Skulpturenpark wurde im September vergangenen Jahres eröffnet. ▪ -ka

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