Sozialverband Deutschland

Lob für Vorstand in Werdohl: „Wir danken Euch für alles“

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Die scheidende Vorsitzende Sieglinde Mycer (links) und die bisherige Kassiererin Barbara Mycer leiteten die letzte offizielle Versammlung der Werdohler SoVD-Ortsgruppe.

Werdohl - Sieglinde Mycer stand fassungslos da. Mit Mühe hielt sie die Tränen zurück. Brigitte Kerney überreichte ihr stellvertretend für die Bingo-Gruppe und für die gesamte Werdohler Ortsgruppe des SoVD (Sozialverband Deutschland) ein Blumen-Präsent.

Eine der Anwesenden hatte gerade noch gesagt: „Wir danken Euch für alles, was Ihr immer für uns gemacht habt.“ Gerichtet waren diese Worte an Mycer und den restlichen Vorstand der Ortsgruppe. Dieser hatte geschlossen seinen Rücktritt erklärt.

Mycer hatte zu Beginn dieser Jahresabschluss-Feier den Mitgliedern die Geschehnisse der vergangenen Monate, die zu diesem Schritt geführt hatten, noch einmal detailliert erklärt. Im Saal konnte sie dabei auf Verständnis hoffen. Von einer Person abgesehen, hatten alle 25 Anwesenden ebenfalls zum Jahresende ihre Mitgliedschaft im SoVD gekündigt.

Gerade für die Vorsitzende Mycer war der Rücktritt ein emotionaler Entschluss. Mehr als eineinhalb Jahrzehnte hatte sie die Geschicke der Werdohler Depandance des Sozialverbandes geleitet. Zuletzt war sie sogar im Vorstand des Kreisverbandes aktiv.

Bei ihrem letzten Jahresbericht erinnerte sie an eine Tagesfahrt im Mai ins Bergische Land und an die Loreley. Sie ließ die 100-Jahr-Feier des SoVD in Plettenberg Revue passieren: „Der Auftritt des Shanty-Chores war absolute Spitze.“ Und sie ging ein auf eine mehrtägige Tour in die Bundeshauptstadt. Mycer versäumte jedoch nicht, zu erwähnen, dass auch dort die Querelen mit dem Düsseldorfer Landesverband deutlich zutage traten. Denn in Berlin wurde auch das 100-Jährige gefeiert. Doch: „Wir sind dieses Mal dort noch nicht einmal offiziell begrüßt worden.“

Die Kassiererin Barbara Mycer hielt dann ihren letzten Finanzbericht. Die Kasse sei durchaus noch gut gefüllt, vermeldete sie. Und dann schloss sie ihren Vortrag mit bitterer Miene sowie den frei nach Fußball-Trainer Trappatoni gewählten Worten: „So, das war’s. Ich habe fertig.“ Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Und bevor es zum gemütlichen Teil über ging, dankten alle Anwesenden Sieglinde Mycer und dem gesamten Vorstand. Fest stand da nur eines: „Wir werden uns weiter treffen – auch ohne den Sozialverband.“

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