Die ehemalige Rote Schule wird zum Kindergarten

WERDOHL ▪ Der Jugendhilfeausschuss hat Einigkeit bei der Kindergartenbedarfsplanung erzielt. CDU, SPD und FDP stimmten für den Verwaltungsvorschlag, die Rote Schule bis 2013 in einen Kindergarten umzuwandeln und gleichzeitig die Funkenburg aufzulösen. Nur die WBG in Person von Torsten Hänel stimmte gegen diese Planungen.

Zu Beginn der Beratungen zu diesem Tagesordnungspunkt verlas Hänel eine knapp dreiseitige Erklärung seiner Fraktion. Die WBG wolle nicht „blocken“, kündigte er an, aber dennoch gegen den Verwaltungsvorschlag stimmen. Vor allem mit den Investitionskosten von rund 1,5 Millionen Euro habe die WBG ihre Probleme, zumal nicht klar sei, wie viele Zuschüsse auf der anderen Seite stehen würden. Die Bürgergemeinschaft habe daher „preiswertere“ Ideen enwickelt. Danach soll die Funkenburg beibehalten werden, der ehemalige Kindergarten am Kirchenpfad wieder ausgebaut und alle drei Gruppen der Einrichtung Momo erhalten bleiben. Überraschend schlug Hänel vor, das schon lange leer stehende ehemalige Ütterlingser Schulgebäude an der Leipziger Straße in eine dreigruppige Kindertageseinrichtung auszubauen.

Die WBG-Vorschläge stießen bei allen anderen Ratsfraktionen auf völliges Unverständnis. Ausschussvorsitzender Cornelius Böttcher (SPD) fragte, warum Willibald Mertens von der WBG im entsprechenden Arbeitskreis dem Verwaltungsvorschlag vorab zugestimmt habe. In Ütterlingsen gebe es doch gar keinen Mehrbedarf an Kindergartenplätzen. Sämtliche Überlegungen der WBG seien im Arbeitskreis abgewogen und gemeinsam wieder verworfen worden. Böttcher: „Ich bin überrascht über diese Wende.“

FDP-Sprecher Stefan Sensenschmidt hielt den WBG-Vorstoß für „unmöglich“ und „eine Zumutung“.

Bürgermeister Griebsch warb für den Vorschlag der Verwaltung, der aus dem Arbeitskreis erwachsen war: „Ich bin erstaunt, dass wir hier wieder das Paket aufschnüren sollen.“ Diplomatisch ging die CDU in Person von Frank Jardzejewski vor: „Wir sind nicht superfroh, aber die beste Alternative ist die, die wir hier haben.“

Der Rat muss kommenden Montag diesen Beschluss endgültig fassen.

Volker Heyn

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