Heimatmotive und Collagen im Seuthe-Museum

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Edda Itter gab Auskunft zu den Bildern. Hinter ihr ist das zunächst versteckte Aquarell von der Lenne am Ohl zu sehen.

Werdohl - Auf großes Interesse stieß Sonntag die Eröffnung der Ausstellung einer Privatsammlung im Paul-Seuthe-Museum. Die Eheleute Edda und Dr. Frank Itter stellten dem kleinen Museum von Thomas Benecke an der Neustadtstraße einen Großteil ihrer Gemäldesammlung für eine Schau zur Verfügung.

Zur Eröffnung gab es im Museum bald kein Durchkommen mehr. Zahlreiche Kunstinteressierte aus Werdohl, Neuenrade und Hagen hatten sich eingefunden. Vom Heimatmotiv bis zur abstrakten Collage war für jeden etwas dabei. Die Werke des Museums ergänzt um die Werke des Ehepaars Itter geben einen guten Überblick über die Bandbreite des Schaffens von Paul Seuthe.

Der Werdohler Künstler (1909 – 1997) malte nicht nur, machte Fotos oder fertigte Kupferradierungen an. Er experimentierte mit vielen Techniken und vergrub auch mal eine Leinwand im Garten, um zu sehen, was Boden und Witterung mit dem Material machen.

Es entstand das Bild „Von selbst“, dass als Teil der Sammlung Itter nun um Museum hängt. Mit dem Bild „Kirchenruine“ begann die Sammelleidenschaft von Edda Itter und ihrem Mann. Jenes Werk bekam Edda Itter, geborene Röther, von Verwandten geschenkt, die das „Haus Werdohl“ führten. Paul Seuthe hatte mit dem Bild einst eine Rechnung im Gasthaus beglichen. Von ihr auf das Bild angesprochen, habe Seuthe nicht allzu erfreut reagiert. „Mädchen, das ist so hässlich. Das kannst du nur in den Keller hängen“, erinnert sich Edda Itter an seine Worte. Weil hinter der „Kirchenruine“ ein verstecktes Aquarell zum Vorschein kam, mag Edda Itter das Bild dennoch. Das Aquarell zeigt die Lenne am Ohl.

Die Privatsammlung Edda und Dr. Frank Itter im Paul-Seuthe-Museum ist an den kommenden Wochenenden, 1./2. sowie 8./9. April, jeweils in der Zeit von 14 bis 16 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Der Zugang zur Neustadtstraße 26 ist barrierefrei.

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