Edle Tropfen auf der Brücke

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Hermann Vielhaber (l.) und Uwe Kreikebaum: alter und neuer Weinkönig. ▪

WERDOHL ▪ Das schöne Wetter, den einen oder anderen guten Tropfen und dazu einen Flammkuchen oder ein Würstchen vom Grill – das alles konnten die Besucher des nunmehr 11. Brücken-Bürger-Weinfestes am Samstag auf der Lennebrücke in Versevörde genießen.

Vier Weingüter waren in diesem Jahr beim Fest auf der historischen Brücke vertreten – die Gäste konnten so also wählen zwischen Wein aus der Pfalz, aus Franken, von der Mosel und aus dem Kochertal. Die Winzer hatten für jeden Geschmack etwas im Gepäck: Ob Rot- oder Weißwein, trocken oder süß, Merlot oder Rivaner, Chardonnay oder Dornfelder – die Freunde des edlen Tropfens kamen voll auf ihre Kosten. Doch auch Sekt, Bowle und Brände waren im Angebot. Wer auf Alkohol verzichten wollte, griff zu Traubensaft. Die Bäckerei Mähler sorgte mit Grillgut, Flammkuchen und Brezeln dafür, dass kein Besucher hungrig nach Hause ging.

Bürgermeister Siegfried Griebsch lobte das Engagement der privaten Organisatoren während der Eröffnung des Brücken-Bürger-Weinfestes. Die Veranstaltung zeige, dass auch in Zeiten knapper Kassen Werbung für Werdohl gemacht werden könne. Zudem zitierte der Bürgermeister Goethe, nach dem der Wein „produktiv machende Kräfte sehr bedeutender Art“ enthalte. „Das ist vielleicht auch der Grund, warum die Veranstalter des Weinfestes immer wieder auf neue Ideen kommen“, so Griebsch, der die Besucher aufforderte: „Genießen sie den Wein in Maßen, den Spaß aber grenzenlos.“

Viel Lob gab es auch für den scheidenden Weinkönig Hermann Vielhaber. „Du hast dir wirklich Mühe gegeben und uns viel Freude bereitet“, sagte Mitorganisator Dr. Hans-Joachim Hultsch. Hultsch moderierte mit Mitstreiter Jürgen Hennemann die „Wahl“ des neuen Weinkönigs. Die Bewerber Friedrich Eisengardt, Uwe Kreikebaum und Ulrich Köster wurden nach dem Grund für ihre Bewerbung gefragt. Die Antworten „Weil ich gerne Weintrauben esse“ und „Weil ich in die Zeitung möchte“ waren offensichtlich falsch. Richtig lag dagegen Uwe Kreikebaum mit „Weil ich Weinkönig werden möchte“. Gesagt, getan: Kreikebaum konnte die Königskette von Hermann Vielhaber entgegen nehmen. Somit kann Werdohl sich über einen weiteren Weinkönig freuen. Jürgen Hennemann wies noch einmal darauf hin, dass Werdohl damit eine von nur zwei Städten in Deutschland mit einem männlichen Wein-Regenten sei.

Auch wenn augenscheinlich auf der Lennebrücke weniger los war als in den Vorjahren, waren die Organisatoren mit der Resonanz zufrieden. Die Besucher genossen die Atmosphäre auf der Brücke, die in diesem Jahr erstmals von den Jungschützen dekoriert wurde. ▪ svh

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