Eckardt und Saremba planen Oldtimerzentrum

WERDOHL ▪ Frank Saremba und Dieter Eckardt, die vor gut einem Jahr in der Werkhalle an der Altenaer Straße Arbeitsplätze für Hobbyschrauber realisierten, haben große Pläne. Sie können sich vorstellen, ein Zentrum für Old- und Youngtimerfans zu schaffen. Hochwertige Restaurationen, Teilemärkte und Indoor-Ausstellungen haben die beiden im Sinn.

Von Markus Jenztsch

Nur die chromfarbene Raubkatze funkelt ein wenig im Schein des Sonnenlichts, versprüht noch einen Hauch von Exklusivität. Die liegt allerdings Jahre, womöglich Jahrzehnte zurück, lässt man den Blick erst mal schweifen. Doch die Katze, ein Jaguar im Sprung, scheint ausdrücken zu wollen: „Ich bin noch lange nicht ausgestorben. In mir steckt mehr als der erste Eindruck vermittelt.“ Schwer zu glauben, denn die Karosse, die das edle Tier ziert, befindet sich in einem jämmerlichen Zustand. Das Blech ist von Löchern durchsiebt und von Beulen übersät. Das Chrom hat seinen vollen Glanz vor langer Zeit eingebüßt. Es scheint, als würde das ganze Fahrzeug nur noch durch die Anmut der Raubkatze zusammengehalten.

Frank Saremba und Dieter Eckardt sehen dieses Häufchen Elend offenbar mit ganz anderen Augen. Sie kennen sich aus, wenn es um Oldtimer geht. In der Werkhalle an der Altenaer Straße entsteht ein Szenetreffpunkt. Vor gut einem Jahr begannen die beiden Auto-Verrückten Arbeitsplätze für Hobbyschrauber zu realisieren. Heute ist eine Etage komplett vermietet. Ein Stockwerk höher schlummern die Schätze, warten auf ihr zweites Leben. Für den Laien parkt dort nur ein Haufen Schrott. Frank Saremba und Dieter Eckardt bekommen jedoch funkelnde Augen, wenn sie von ihren Ideen berichten. Das Gebäude berge eine Menge Potenzial. Sie können sich vorstellen, ein Zentrum für Old- und Youngtimerfans zu schaffen. In ihren Gedanken sind die beiden Initiatoren schon einen Schritt weiter. Eine Werkstatt für „metrische“ Fahrzeuge und eine für diejenigen, die im Zoll-Maß entstanden sind. Hier sollen dann hochwertige Restaurationen vorgenommen werden, Ausstellungen könnten dort sogar „indoor“ stattfinden und Teilemärkte Publikum aus Nah und Fern anlocken.

Gleich am Eingang hinter dem gut gesicherten Rolltor steht ein Fahrzeug, das andeutet, wohin die Reise des übrigen „Schrotts“ führen soll. Ein Daimler 250 V8 wartet auf die nächste Ausfahrt. Seine Konturen sind betörend, sein Zustand makellos.

„Rundum Scheibenbremsen, eine erstaunliche Technik und Präzision wie zum Beispiel bei den Spaltmaßen unterschieden die Daimler schon damals von ihren Konkurrenten“, drückt Frank Saremba seine Begeisterung für die britischen Nobel-Fahrzeuge aus. Rund ein Jahr dauert eine komplette Restauration, bei der neben der Instandsetzung inklusive Verzinkung, der ganzen Technik auch feinstes Leder und exklusive Hölzer für den Innenraum zum Angebot gehören.

Dieter Eckardt bewegt seinen Daimler regelmäßig, dabei ist das edle Stück trotz seines beeindruckenden Zustands nicht restauriert, sondern nur mit viel Liebe erhalten worden. Dafür ist es bei den anderen Objekten in der Halle wohl zu spät. Trotzdem steckt genügend Potenzial in den Karossen, um einige von ihnen wieder auf die Straße zu bringen – vielleicht schöner und besser, als sie jemals vom Band gelaufen sind. Denn die Schrauber-Profis

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