Durch Traditionen geprägt

Im Jahre 1870 legte Ferdinand Hesse in Affeln den Grundstein für ein Unternehmen, das sich bis heute am Markt behauptet. Hesse gründete eine Schreinerei direkt neben seinem Wohnhaus an der Mühlenstraße 10 in Affeln. Bereits damals – vor nunmehr 143 Jahren – kümmerte sich der Tischler auch um Bestattungen.

2013 sind die beiden Unternehmensstandbeine Tischlerei und Bestattungsinstitut zumindest formell voneinander getrennt. Wilhelm Hesse leitet heute den Bereich Bestattungen, sein Neffe Christian Oest hat 2005 den Tischlereibetrieb übernommen. Das ändert aber nichts daran, dass Hesse und Oest im Todesfall gemeinsam dafür sorgen, dass alles reibungslos verläuft.Das Beerdigungsinstitut Hesse ist zwar nicht spezialisiert, Wilhelm Hesse weiß aber aus Erfahrung: „In Affeln werden Traditionen gepflegt. Urnenbestattungen sind hier die Ausnahme.

Wir kümmern uns um alles, erledigen sogar die Aushebung der Grabstelle persönlich“. See- oder andere Bestattungsarten, die heutzutage in Mode sind, kann auch der Affelner Traditionsbetrieb organisieren – ebenso wie Überführungen „von und nach allen Orten“, sagt Wilhelm Hesse.„Mit den Formalitäten kennen wir uns aus, nehmen den Trauernden diese Aufgaben gerne ab. Wir erledigen die Gänge zu den Ämtern, geben die Zeitungsanzeigen in Auftrag und ordern die Trauerkarten. Das ist nur ein kleiner Teil unserer Aufgaben. Es gibt so viele Dinge zu erledigen, mit denen sich die trauernden Familienmitglieder nicht belasten sollten“, sagen Wilhelm Hesse und Christian Oest übereinstimmend. Sie müssen es wissen, schließlich vertrauen die Menschen dem Institut seit fast eineinhalb Jahrhunderten.Viele Affelner Familien kennen Hesse und seinen Neffen Oest persönlich. Trotz der Nähe ist eine professionelle Sensibilität für die Situation Grundvoraussetzung. „Wir schaffen Raum für Trauer und haben nur ein Ziel: Die Familien sollen sich in aller Ruhe von dem Verstorbenen verabschieden können. Trauer ist ein Prozess, der viel Energie benötigt. Nur wenn wir unseren Auftrag perfekt erledigen, sind die Voraussetzungen für die Familie geschaffen“, erklärt Christian Oest.

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