Drastischer Anstieg

Dura-Aus: Zahl der Arbeitslosen in Werdohl steigt deutlich

Von der Schließung des Dura-Werkes in Plettenberg waren auch viele Werdohler betroffen.

Werdohl - Drastischer Anstieg der Zahl der Arbeitslosen in Werdohl im Mai. Aktuell sind 842 Personen ohne Job, wie die Agentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 125 Personen mehr (+17,4 Prozent).

Auch im Vergleich zum Mai des Vorjahres stieg die Zahl der Arbeitslosen deutlich um 112 Personen (+15,3 Prozent). Damals waren 730 Werdohler ohne Job. 

Ein Grund für den deutlichen Anstieg ist die Schließung des Dura-Werkes in Plettenberg, in dem auch viele Werdohler beschäftigt waren, die zum 1. Mai arbeitslos geworden sind. „Hinter diesem Anstieg stecken aber nicht nur die ehemaligen Dura-Mitarbeiter, sondern auch ein statistischer Effekt von Kunden im Jobcenter“, sagte Sandra Pawlas, Chefin der Agentur für Arbeit. 

Weiterhin hohe Nachfrage

Trotz der Zunahme der Arbeitslosenzahl beurteilt Pawlas die Lage am Arbeitsmarkt grundsätzlich aber weiterhin positiv: „Losgelöst von diesen Besonderheiten erleben wir im Mai eine sehr hohe Arbeitskräftenachfrage. Arbeitsagentur und Jobcenter setzen auch weiterhin auf Qualifizierung und Weiterbildung von arbeitslosen oder beschäftigten Personen, um Arbeitgebern hierüber die gewünschten Fachkräfte anbieten zu können und einen Beitrag für die Region zu leisten.“ 

Unter den 842 Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit für Werdohl geführt werden, sind 399 Frauen und 443 Männer. 367 in Werdohl lebende Ausländer sind ohne Arbeit. 63 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 228 Arbeitslose 55 Jahre und älter. 

Quote steigt auf 7,1 Prozent

Im gesamten Agenturbezirk, der Werdohl und Neuenrade umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Mai im Vergleich zum Vormonat um 160 auf 1158 Personen gestiegen. Das sind 143 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,1 Prozent (Mai 2018: 6,3 Prozent). 

Kreisweit stieg der Arbeitslosenbestand im Mai erstmals seit Jahresbeginn an, sodass jetzt 13 947 Personen und damit 690 mehr als im April (+5,2 Prozent) einen Job suchen. Die Arbeitslosenquote erhöht sich damit auf 6,1 Prozent. 

Entspannung in den kommenden Monaten

Für die kommenden Monate rechnet Agenturchefin Pawlas kreisweit und in Werdohl nach dem Mai-Anstieg der Arbeitslosen-Zahl mit einer leichten Verbesserung der Situation. „Trotz einiger junger Fachkräfte, die sich in den Sommermonaten übergangsweise nach Beendigung ihrer Ausbildung bei uns arbeitslos melden, befindet sich der Arbeitsmarkt auch weiterhin in stabiler Verfas-sung. Die hohe Arbeitskräftenachfrage bietet allen motivierten, mobilen und qualifi-zierten beziehungsweise qualifizierungswilligen Arbeitssuchenden neue Beschäfti-gungschancen“, blickt Pawlas voraus.

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