Illegale Müllkippe im alten Ütterlingser Steinbruch

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Bauschutt, Möbel und vieles mehr wurde achtlos von oben in den stillgelegten Steinbruch gekippt.

Werdohl - In Ütterlingsen kursieren seit einigen Tagen Flugblätter, die den Anschein erwecken, dass es sich dabei um offizielle Mitteilungen des Ordnungsamtes der Stadt Werdohl handelt. Dem hat Andrea Mentzel, Leiterin der Abteilung Ordnung und Einwohnerwesen, gestern energisch widersprochen.

Auf den Flugblättern, die in mehreren Briefkästen zu finden waren, wird die Behauptung aufgestellt, dass Werdohler ihren Sperrmüll und sonstigen Müll seit dem 1. März kostenlos im Ütterlingser Steinbruch entsorgen können. Das entspricht nach Darstellung von Andrea Mentzel jedoch nicht den Tatsachen. „Der alte Steinbruch in Ütterlingsen wurde vor einiger Zeit für eine illegale Abfallablagerung genutzt“, erklärte Mentzel zum Hintergrund.

Tatsächlich finden sich dort alte Türen und Fenster, Kunststoff-Wellplatten, Kleinmöbel, ein Kinderfahrrad und vieles mehr. Sogar ein ausrangierter Kinder-Computer und anderer Elektronikschrott findet sich in dem Gestrüpp. Alles wurde offenbar achtlos von oben in den zur Bundesstraße 236 hin abgesperrten alten Steinbruch gekippt, was für die Stadt Werdohl nun ein beträchtliches Problem darstellt.

Entsorgung wird teuer

„Die Entfernung des Abfalls kann nur durch ein Spezialunternehmen unter Einsatz spezieller Techniker gefahrlos erfolgen“, erklärte Mentzel. Und teuer werde dies obendrein. Die Stadt Werdohl geht derzeit von mindestens 8000 Euro aus, die aufgewandt werden müssen, um den Müll zu beseitigen.

Deshalb und weil auch noch ein Unternehmen gefunden werden muss, das die Arbeiten übernehmen kann, hat die Stadt die Entfernung bislang noch nicht in Auftrag gegeben. Mentzel: „Die Abteilung Bauen und Immobilienmanagement ist mit dieser Aufgabe betraut und wird nach entsprechender Vorarbeit die Beauftragung vornehmen.“

Die entstandenen Kosten will sich die Stadt Werdohl übrigens vom Verursacher erstatten lassen. Außerdem wies Andrea Mentzel darauf hin, dass die Entsorgung von Müll in der Landschaft illegal ist. Die Stadt werde dies gegebenenfalls zur Anzeige bringen. Damit droht dem Verursacher dann auch noch ein saftiges Bußgeld: Illegale Abfallbeseitigung kann mit einer Geldbuße geahndet werden, die bis zu 50.000 Euro betragen kann.

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