Werdohler Persönlichkeiten

Dritter Anlauf für die Ausstellung „Werdohler Köpfe“

Sie nehmen schon einmal Maß: Heinz Rohe (links) vom Kleinen Kulturforum und Heiner Burkhardt (rechts) vom Heimat- und Geschichtsverein bereiten mit vielen anderen Helfern die Ausstellung „Werdohler Köpfe – Menschen, Lebenswege, Karrieren“ vor.
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Sie nehmen schon einmal Maß: Heinz Rohe (links) vom Kleinen Kulturforum und Heiner Burkhardt (rechts) vom Heimat- und Geschichtsverein bereiten mit vielen anderen Helfern die Ausstellung „Werdohler Köpfe – Menschen, Lebenswege, Karrieren“ vor.

Das Buch hat schon reißenden Absatz gefunden, nur die dazu geplante Ausstellung konnte bis jetzt nicht stattfinden. Immer wieder machten die Einschränkungen der Corona-Pandemie den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung.

Werdohl ‒ Im dritten Anlauf soll es nun klappen: Die Ausstellung „Werdohler Köpfe – Menschen, Lebenswege, Karrieren“ soll am Sonntag, 12. September, endlich eröffnet werden.

Wegen der Pandemie musste die Ausstellung, die schon für das vergangene Jahr geplant war, mehrfach neu terminiert werden. Zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt im September 2020 hatten der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) und das Kleine Kulturforum (KKF) unter maßgeblicher Beteiligung von Heinz Rohe einen 150-seitigen Begleitband erstellt, der im Verkauf wegging wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. „Nur ganz wenige Restexemplare können wir jetzt noch während der Ausstellung anbieten“, sagte HGV-Vorsitzender Heiner Burkhard. Eine Nachauflage sei leider nicht finanzierbar und werde es deshalb nicht geben, betonte KKF-Vorsitzender Heinz Rohe. Ausstellung und Begleitband waren mit Mitteln der Leader-Region Lenneschiene gefördert worden.

In der Ausstellung können Besucher aber jetzt endlich viele der in dem Begleitband abgebildeten „Werdohler Köpfe“ wiederfinden. Mehr als 50 der im Buch aufgeführten 70 Personen sollen in 15 Rubriken mit Bildern, Schriften, Orden, Zeitungsausschnitten und anderen Ausstellungstücken präsentiert werden. In einem zehnminütigen Film sollen zudem Sequenzen aus dem Leben mehrerer Personen gezeigt werden. Weil Stellwände und Vitrinen Platz benötigen, aber auch, damit sich die Besucher in der Ausstellung nicht zu nahe kommen, werden sämtliche Räume des Kleinen Kulturforums im Bahnhof genutzt.

Die Eröffnung der Ausstellung am 12. September wird wegen der anhaltenden Pandemie und eines vermuteten großen Interesses nicht öffentlich sein. „Das ist in diesen Zeiten nicht machbar“, findet Heiner Burkhardt. Zugang zur Vernissage haben folglich nur geladene Gäste.

Alle anderen Interessierten haben aber anschließend noch bis zum 10. Oktober Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen. Außerdem wird es drei Begleitveranstaltungen geben. In der Stadtbücherei sind zwei Vortragsabende geplant. Am Dienstag, 28. September, ab 19.30 Uhr wird der in Werdohl geborene und im vergangenen Jahr an der Universität Münster emeritierte Professor der Planetologie, Addi Bischoff, einen Bildvortrag zum Thema „Meteorite – Kosmische Geschosse als Gefahr für die Erde“ halten. Der aus Werdohl stammende Kölner Neurologe Dr. Gérard Nisal Bischof wird am Freitag, 8. Oktober, ab 19.30 Uhr unter dem Titel „Der Kampf gegen das Vergessen“, zum aktuellen Stand der Alzheimer-Forschung referieren. Und wahrscheinlich am Sonntag, 7. November, wird der in Werdohl geborene und aufgewachsene Hamburger Kirchenmusikdirektor Matthias Hoffmann-Borggrefe ab 15 Uhr ein Orgelkonzert in der Christuskirche geben.

Der Ausstellung mit Begleitband ist übrigens eine mehrmonatige Recherche eines zehnköpfigen Arbeitskreises aus Mitgliedern des HGV und des KKF unter der Leitung von Heinz Rohe vorausgegangen. Dr. Arnim Baitz, Udo Böhme, Heiner Burkhardt, Barbara Funke, Rainer Gumz, Gerd Kalthoff, Peter Kölsche sowie Annette und Manfred Wolf haben ein Konzept entwickelt und Auswahlkriterien für die Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung, Kirche, Industrie, Kultur, Sport und Wissenschaft erstellt. Sie haben noch lebende Protagonisten beziehungsweise deren Angehörige besucht und befragt oder deutschlandweit aufgestöbert und kontaktiert. Sie haben in Archiven und im Internet geforscht und schließlich auch die Ausstellung inklusive Auf- und Abbau geplant.

„Die Eröffnung der Ausstellung haben wir schon zwei Mal verschoben, jetzt ziehen wir es durch“, ist nicht nur der HGV-Vorsitzende Heiner Burkhardt erleichtert, dass die aktuellen Corona-Schutzbestimmungen das Ziel der Anstrengungen erreichbar werden lassen. „Alle Schutzmaßnahmen werden wir aber natürlich befolgen“, betonte er.

Öffnungszeiten: Die Eröffnung der Ausstellung ist nicht öffentlich. Interessierte können die Ausstellung im Kleinen Kultiurforum im Bahnhof aber vom 17. September bis 10. Oktober freitags von 17 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 12 Uhr und sonntags von 14 bis 16 Uhr besuchen. Der Eintritt ist frei. Es gelten die jeweils aktuellen Coronaschutzbestimmungen.

Übrigens: Nicht nur in der Ausstellung und dem Begleitband tauchen viele bekannte Werdohler Persönlichkeiten auf. Auch das Internetlexikon Wikpedia führt etliche Menschen auf, die auf vielfältige Weise erfolgreich sind und einen Bezug zu Werdohl haben.

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