Weniger Real- und Gesamtschüler müssen in Quarantäne

Drei Testungen für mehr Normalität

Kerstin Schuppener und Nadine Meermann bereiten im Sekretariat der Gesamtschule zwei Mal wöchentlich die Corona-Tests vor, die dann in den Klassen durchgeführt werden.
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Künftig werden die Gesamtschul-Sekretärinnen Kerstin Schuppener und Nadine Meermann drei Testdurchgänge wöchentlich vorbereiten.

Ab dem kommenden Montag starten die Werdohler Real- und Gesamtschüler jeweils mit einem Corona-Test in die Schulwoche.

Die Schulleiter Oliver Held und Sven Stocks setzen die neuen Anweisungen aus dem Ministerium um: Künftig müssen die Schüler der weiterführenden Schulen jeweils montags, mittwochs und freitags getestet werden. Dafür entfällt ab sofort die Quarantänepflicht für Sitznachbarn der Schüler, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind – nur noch der oder die Infizierte muss zuhause bleiben.

Test-Routine hat sich eingestellt

„Einerseits ist es einen gewisse Entlastung, wenn wir keine Sitzpläne mehr erstellen und Kontaktpersonen ermitteln müssen“, erklärt Realschulleiter Oliver Held. Andererseits bedeute ein zusätzlicher Test pro Woche für alle Schüler natürlich mehr Arbeit. „Aber wenn das effizienter ist, erscheint es auf den ersten Blick richtig. Außerdem haben wir inzwischen eine große Test-Routine, das läuft ganz prima.“

Ganz wichtig sei, dass man weiterhin vorsichtig sein müsse. Regelmäßiges Lüften und Abstand halten gehörten zum neuen Schulalltag. „Auch, wenn gerade das Abstandhalten nach dieser langen Zeit in manchen Situationen schwierig ist.“ Der Schulleiter setzt auf Zusammenhalt. „Es geht nicht um Belehrungen. Wir müssen uns gegenseitig Mut machen, damit wir das gemeinsam durchstehen.“

Große Herausforderung für die Lehrer

Mit Blick auf die neue Quarantäneregelung sagte Held: „Ich kann unterm Strich damit leben.“ Je größer die Gruppe der Quarantäneschüler sei, desto mehr störe das den Unterrichtsablauf. „Wenn man 20 Kinder in der Schule unterrichten muss und sich gleichzeitig um sieben Schüler kümmern muss, die zuhause sind, dann führt das zwangsläufig zu Schwierigkeiten.“

Gesamtschulleiter Sven Stocks hatte bereits deutlich gemacht, dass er die neue Quarantäneregelung begrüßt, damit so wenig Schüler wie möglich Präsenzunterricht verpassen. Er sei froh, dass man sich nun doch nicht dazu entschlossen habe, alle Sitznachbarn eines infizierten Schülers über einen gewissen Zeitraum täglich zu testen, sondern nun alle Schüler einen zusätzlichen Test pro Woche erhalten. „Das ist auf jeden Fall die bessere Variante. Einzelne für tägliche Tests herauszupicken, wäre deutlich schwieriger geworden.“

Testkärtchen: Viel Aufwand, aber große Sicherheit

In der Gesamtschule erhält jeder Jugendliche bei jedem Test ein Kärtchen, das mit seinem Namen und dem jeweiligen Datum beschriftet ist. Die Farben wechseln ständig. „Das ist zwar viel Aufwand für uns, aber so können die Kollegen jederzeit erkennen ob die Schüler frisch getestet sind, wenn sie zum Beispiel später zum Unterricht gekommen sind“, erläutert der Gesamtschulleiter.

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