Drei neue Weltmarktführer aus Werdohl und Neuenrade

+
Am Mittwoch wurden in Siegen von den heimischen Industrie- und Handwerkskammern aus Südwestfalen 14 weitere Unternehmen als Weltmarktführer ausgezeichnet. Dazu gehören auch die Werdohler Firmen Kracht und Walter Stauffenberg sowie Julius Klinke aus Neuenrade. 

Werdohl/Neuenrade - Werdohl und Neuenrade haben drei neue Weltmarktführer. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) Hagen, Arnsberg und Siegen zeichneten am Mittwoch 14 Unternehmen aus, die in ihren Produktionsbereichen zu den Besten gehören.

Zu diesen Weltmarktführern gehören jetzt auch Walter Stauffenberg und Kracht aus Werdohl sowie Julius Klinke aus Neuenrade. Stauff stellt Befestigungssysteme für Rohr und Schlauchschellen in der Hydraulik her, Kracht produziert Pumpen und Durchflussmechanik und Klinke fertigt Klavierbestandteile und komplexe Präzisionsdrehteile. 

166 Preisträger in Südwestfalen 

Mit den 14 neuen Preisträgern gibt es jetzt 166 von den IHKs ausgezeichnete Weltmarktführer. Diese tauchen allesamt in der neuen Weltmarktführer-Broschüre auf, die die Kammern seit 2013 nun schon in der fünften Auflage herausgeben und diese Unternehmen bekannter machen sollen. 

„Keine Region in Deutschland und erst recht nicht in Nordrhein-Westfalen weist eine derartige Dichte an – vormals – Hidden Champions auf“, sagte Andreas Rother, Präsident der IHK Arnsberg. „Dies korrespondiert mit der Stärke unserer Industrie insgesamt. Schließlich sind wir – gemessen am Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – die drittstärkste Industrieregion in Deutschland und die stärkste in NRW.“ 

Diese regionale Stärke gelte es zu halten beziehungsweise weiter auszubauen. Dazu müssten die Unternehmen ihren Beitrag leisten – und das nicht zuletzt, indem sie in die Ausbildung junger Menschen investieren, so Rother. Er richtete aber auch einen Appell an die Politik: „Die infrastrukturellen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Dazu gehören nicht zuletzt schnelles Internet sowie ein qualitativ gutes Straßennetz.“ 

„Wichtiger Beitrag“ zum Regionalmarketing

 „Mit der Weltmarktführer-Kampagne haben die südwestfälischen Industrie- und Handelskammern einen wichtigen Beitrag zum Regionalmarketing Südwestfalen geleistet“, sagte Ralf Stoffels, Präsident der SIHK zu Hagen. „Das Weltmarktführer-Verzeichnis stellt Leuchttürme der regionalen Wirtschaft heraus. Sie sind sozusagen Botschafter Südwestfalens, gleichwohl es noch weit mehr erfolgreiche Unternehmen in der Region gibt“, betonte Stoffels. 

Sie alle leisteten zudem einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel, weil sie die Stärken der Region in Kombination mit den Karrieremöglichkeiten herausstellten. „Deshalb freue ich mich auch, dass sich inzwischen mehr als 300 Unternehmen als Mitglieder im Verein Wirtschaft für Südwestfalen engagieren und damit aktiv das Regionalmarketing unterstützen.“ Auch die IHKs gehörten von Anfang an zu den Motoren des Regionalmarketings. 

Staatssekretär lobt Familienunternehmen 

Für das NRW-Wirtschaftsministerium nahm Staatssekretär Christoph Dammermann an der Verleihung am Mittwochnachmittag in Arnsberg teil. „Für die Öffentlichkeit ist es immer wieder erstaunlich, wie viele Weltmarktführer es in einzelnen Industriebranchen in NRW gibt. Es sind nicht zwangsläufig die großen Konzerne, sondern vielmehr auch kleine und mittlere, oftmals familiengeführte Unternehmen, die in ihrer jeweiligen Produktpalette Bestleistungen erbracht haben und damit weltweit präsent sind“, sagte Dammermann. Daher freue es ihn als Wirtschaftsstaatssekretär ganz besonders, dass sich die IHKs in Südwestfalen zum Ziel gemacht haben, diese „Hidden Champions“ über ihr Weltmarktführerverzeichnis über die Region hinaus bekannter zu machen. 

Damit Südwestfalen auch künftig Weltmarktführer hervorbringt, richtetet Felix G. Hensel, Präsident der IHK Siegen, seine Schlussworte nach der Übergabe der Urkunden direkt an den Staatssekretär: „Erfolgreiche Unternehmen brauchen auch genügend und gut erschlossene Flächen.“ Industrie- und Gewerbeflächen in der Region zu entwickeln, verursache aufgrund der anspruchsvollen naturräumlichen Gegebenheiten in Südwestfalen aber hohen Aufwand, so Hensel. Deshalb müsse die Landesentwicklung für Südwestfalen einen pauschalen Flächenaufschlag von 20 bis 30 Prozent erlauben. Nur so könne örtlichen Bedingungen ausreichend Rechnung getragen werden. 

Wunsch nach flexibleren Vorgaben 

Zwingend sei die Wirtschaft auch auf flexiblere Vorgaben für Ausgleichsflächen angewiesen. Deshalb bat der IHK-Präsident Dammermann eindringlich, diese Forderungen bei der Fixierung des Landesentwicklungsplans zu berücksichtigen. „Das brächte die südwestfälische Wirtschaft voran.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare