Drei neue Schiedsleute für Werdohl

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Schiedsleute vermitteln unter anderem bei Streitigkeiten am Gartenzaun.

Werdohl -  Die Stadtverwaltung hat den 38-jährigen Kunsthistoriker Moritz-Adolf Trappe für das Amt des Schiedsmanns im Bezirk Werdohl II für Stadtmitte, Kettling, Rodt, Ütterlingsen und Elverlingsen vorgeschlagen. Trappe soll auf die Schiedsfrau Anke Krähahn folgen, deren Amtszeit am 11. Januar 2018 endet. Die Amtszeit einer Schiedsperson dauert fünf Jahre.

Gleichzeitig wird Antje Klittich als stellvertretende Schiedsperson für den Schiedsamtsbezirk Werdohl I für Versetal, Versevörde und Königsburg vorgeschlagen. Frank Arnrich soll stellvertretender Schiedsmann für den noch zu bestellenden Schiedsmann Trappe werden.

Trio hat sich schon einmal beworben

Erst in diesem Jahr wurde Rainer Kanbach zum Schiedsmann für den Bezirk 1 gewählt und bestellt. Trappe, Arnrich und Klittich hatten sich schon bei der damaligen Schiedspersonenwahl um ein Amt beworben. Nach Auffassung der Stadtverwaltung hätten diese drei Personen großes Interesse am Ehrenamt signalisiert und wurden bei der jetzt aktuellen Wahl noch einmal auf eine Kandidatur angesprochen.

Nach dieser Ansprache durch die Bürgermeisterin bewarben sich alle drei schriftlich. Trappe wurde als Schiedsmann für den Bezirk Stadtmitte ausgewählt, weil er an der Bahnhofstraße und damit im Bezirk wohnt. Antje Klittich wohnt im Bezirk Versetal und eignet sich damit für das Vertretungsamt. Frank Arnrich wiederum wohnt zwar im Bezirk Versetal, ist aber der einzig noch verbleibende Bewerber für das Stellvertreter-Amt in der Stadtmitte.

Öffentlichen Arbeitsgerichtsprozess

Der designierte Schiedsmann Moritz-Adolf Trappe wohnt seit Februar 2017 wieder fest in Werdohl. Der gebürtige Werdohler hatte etwa zehn Jahre in Brandenburg und im Rheinland gelebt. Der Kunsthistoriker wurde Ende 2016 von der Stadt Angermünde in Brandenburg – seinem damaligen Arbeitgeber – fristlos gekündigt. Dort war er Angestellter und Personalrat beim Ehm Welk- und Heimatmuseum.

In einem öffentlichen Arbeitsgerichtsprozess ging es um Arbeitszeitbetrug, Mobbing und Beleidigung. Trappe sagte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass er sich mit der Stadt Angermünde geeinigt habe und seitdem wieder mit seiner Familie in Werdohl lebe. Er arbeite freiberuflich als Kunsthistoriker.

Der Bund deutscher Schiedsleute und der Amtsgerichtsdirektor haben gegen die Wahlen der drei Bewerber keinerlei Bedenken, sie erfüllten alle gesetzlichen Voraussetzungen und seien persönlich geeignet.

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