Drei Grundschulen erhalten bis zum Ende der Sommerferien neuen Innenanstrich

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Hier nicht: Wandmalereien, die erhalten bleiben sollen, sind deutlich markiert.

Werdohl - „Ein bisschen Farbe macht alles doch gleich freundlicher“, sagt Peter Guido Grau vom Immobilienmanagement der Stadt Werdohl. Wenn diese These stimmt, dürften die meisten Grundschüler nach den Sommerferien fröhlicher durch ihre Schule gehen.

Derzeit erhalten die Flure und Treppen der katholischen St. Michael-Grundschule, der Grundschule auf der Königsburg und der Grundschule in Kleinhammer einen neuen Anstrich. 

Knapp 4500 Quadratmeter Wand- und Deckenflächen versieht der Werdohler Malerbetrieb Lars Schröder mit einem neuen Farbauftrag. Auch zahlreiche Türblätter und -rahmen sowie Heizkörper werden neu gestrichen. Das ist ein ordentliches Pensum für das kleine Unternehmen, zumal die Arbeiten bis zum Ende der Sommerferien in rund fünf Wochen abgeschlossen sein müssen. In der katholischen Grundschule wird deshalb gerade mit Hochdruck gearbeitet. In jedem Geschoss werden die Wände dort in einer anderen Farbe gestrichen. 

Andreas Schmellenkamp lackiert mit kleinem Pinsel einen Heizkörper in der St. Michael-Grundschule.

Das sei ein Wunsch von Schulleiterin Christel Kringe gewesen, erklärt Grau. Sie verspreche sich von diesem Farbleitsystem, dass sich die Schüler in dem Gebäude besser orientieren können. Nur einige Wände, auf denen im Laufe der Jahre kunstvolle Bilder entstanden sind, werden ausgespart. Diese Stellen, die nicht neu gestrichen werden sollen, haben die Lehrer mit einem entsprechenden Hinweis versehen. In den beiden anderen Grundschulen auf der Königsburg und in Kleinhammer werden die Treppenhäuser und Flure auf Wunsch von Schulleiterin Sibille Böddecker in einem warmen Gelbton gestrichen. 

Die gesamte Renovierungsmaßnahme kostet nach Worten von Peter Guido Grau rund 55 000 Euro. Finanziert wird sie aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“, in dem die Landesregierung der Stadt Werdohl vier Jahre lang jeweils rund 360 000 Euro zur Verfügung stellt. Das versetzt die Stadt nun in die Lage, in den Schulen Maßnahmen durchführen zu lassen, die aufgrund knapper Finanzmittel immer wieder verschoben worden sind. 

Andere Schulen kommen nach und nach an die Reihe

Nach den drei Grundschulen, die in diesen Sommerferien neue Innenanstriche bekommen, sollen nach und nach auch die Realschule, die Albert-Einstein-Gesamtschule und die Martin-Luther-Grundschule noch an die Reihe kommen – allerdings nicht mehr in diesem Jahr. „Allein die Gesamtschule ist so groß, dass das wohl kaum innerhalb einer Ferien-Periode zu schaffen ist“, sagt Grau. In der Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen sollen in diesem Jahr jedoch noch andere Handwerker aktiv werden. 

Mit einem Kostenaufwand von 26 000 Euro sollen dort zwei kleine WC-Anlagen erneuert werden. Auch in der Grundschule Kleinhammer wird noch weitergearbeitet, wenn die Maler fertig sind. Dort sollen für rund 80 000 Euro zwei große WC-Anlagen erneuert werden. Außerdem möchte die Stadt nach einem Beschluss des Rates noch in diesem Jahr für rund 50 000 Euro den Spielplatz der St. Michael-Grundschule naturnah umgestalten. 

Darüber hinaus soll diese Schule mit einer Industriespülmaschine ausgestattet werden. Und nicht zuletzt soll für alle Werdohler Schulen für 12 000 Euro ein Medienentwicklungsplan erstellt werden. Die in diesem Jahr nicht ausgegebenen Fördermittel können auf das nächste Jahr übertragen werden.

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