Dorffest in Kleinhammer mit alten Bekannten

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Schon frühzeitig herrschte gute Stimmung beim Dorffest. ▪

WERDOHL ▪ Es war eigentlich wie immer: Zum traditionellen Fassanstich des Feuerwehr-Dorffestes in Kleinhammer trafen sich am Freitagabend vor allem die Versetaler, „verstärkt“ durch ein paar „Auswärtige“ aus dem übrigen Werdohler Stadtgebiet.

Man kannte sich, hatte viel zu bereden, Neuigkeiten auszutauschen oder auch die aktuelle Gerüchteküche ein wenig zu beleben. Jeder hatte Spaß, und die Feststellung eines Besuchers – „90 Prozent der Leute hier kenne ich“ – dürfte auch für viele andere zugetroffen haben.

Nach und nach füllte sich der Festplatz vor der Grundschule, bis bei eintretender Dunkelheit kein Platz oder Stehtisch mehr frei war. Leer blieben lediglich noch die Zelte, denn das Wetter spielte am Freitag gut mit. Es herrschte, wie man so schön sagt, ausgesprochen gutes „Bierwetter“, und auf die Frage an Hauptbrandmeister Markus Jacoby, ob der Löschzug denn auch auf einen Großandrang eingerichtet sei, meinte der nur selbstsicher: „Uns trinkt hier keiner trocken“.

Der Dorffest-Samstag stand dann nachmittags zunächst im Zeichen des üblichen Kaffeetrinkens. Unter dem Vordach des Pausenhofes war eine gut bestückte Kuchen- und Tortentheke eingerichtet worden, die auch guten Zuspruch fand. Während die Erwachsenen sich dort entspannten und ein wenig stärken konnten, war in Sichtweite auch Unterhaltung für Kinder angeboten worden. Unter anderem war wieder eine Schminkecke eingerichtet, Tier-Luftballons gab es, und auch für eine Hüpfburg war gesorgt.

Der Samstagabend gehörte in verstärktem Maße all jenen, die nach flotter Musik eine kesse Sohle aufs Parkett legen wollte. Dass alle zufrieden waren – dafür sorgte DJ Clint, der schon drei Mal in Kleinhammer für Unterhaltung gesorgt und sich deshalb für eine weitere Verpflichtung empfohlen hatte.

Seinen Ausklang fand das Dorffest am Sonntag mit einem Frühschoppen, wobei die Stimmung auch durch die teilweise starken Regenfälle nicht getrübt werden konnte. Neben den Feuerwehr-Kameraden aus den anderen Werdohler Löschzügen waren auch Abordnungen aus einigen Nachbarstädten gekommen. Mittags fanden der Auftritt der „Heißen Schläuche“ und die Ziehung der Lose statt, mit denen teilweise recht wertvolle Preise gewonnen werden konnten. Die Gewinn-Nummern, die noch nicht eingelöst worden sind, werden noch im Laufe dieser Woche in den Tageszeitungen veröffentlicht. Mit einem Kaffeetrinken am Nachmittag klang das Dorffest schließlich aus.

Die Bilanz der Verantwortlichen rund um Markus Jacoby fällt unter dem Strich auf jeden Fall positiv aus. Um eskalierende Auseinandersetzungen zu vermeiden, hatte der Löschzug einen Sicherheitsdienst aus Coesfeld engagiert. Seine Anwesenheit zeigte entsprechende Wirkung, wenngleich nicht in allen Fällen. So gab es am Rande des Geschehens – laut Polizei – eine Schlägerei, die auf einen Beziehungsstreit zurückzuführen war. Sonntagmorgen war entsprechend Anzeige erstattet worden. Ansonsten „standen nur ein paar Mülleimer im Weg“, so die saloppe Formulierung auf dem Festplatz. Will heißen: Trotz solcher Randerscheinungen blieb das Dorffest friedlich, und nach Abzug aller Unkosten war auch noch Geld für die Kameradschaftskasse übrig. ▪ Rainer Kanbach

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