Brüninghaus-Platz und Seuthe-Terrasse offiziell eröffnet

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh schnitt am Nachmittag ein rotes Band durch und eröffnete damit symbolisch den neuen Brüninghaus-Platz.

Werdohl - [Update 22.25 Uhr] Mit einem stimmungsvollen, gut besuchten Fest ist am Freitagnachmittag der neugestaltete Brüninghaus-Platz seiner Bestimmung übergeben worden. Darüber hinaus erhielt auch die Paul-Seuthe-Terrasse offiziell ihren Namen.

Hunderte Menschen hatten sich bereits am Nachmittag auf dem Brüninghaus-Platz im Herzen der Stadt getroffen, um das breit gefächerte musikalische Programm oder das vielfältige kulinarische Angebot zu genießen.

So konnten sie auch miterleben, wie Bürgermeisterin Silvia Voßloh die Eröffnungszeremonie vollzog und unter dem Beifall der Besucher ein rotes Band durchschnitt. Zuvor hatte sie auf die Bauphase zurückgeblickt, die viel Lärm, Schmutz und Staub mit sich gebracht habe. „Viele Bürger haben die Entwicklung des Brüninghaus-Platzes live miterlebt“, sagte sie und dankte vor allem den Einzelhändlern, die ihre Geschäfte direkt an diesem Platz im Herzen der Stadt haben, für ihre Geduld.

Einige Kleinigkeiten seien zwar noch zu erledigen, sagte die Bürgermeisterin, „aber das soll uns nicht vom Feiern und von der offiziellen Eröffnung abhalten“. Davon machten die Werdohler ausgiebig Gebrauch. Unter anderem applaudierten sie der Singenden Grundschule, die ein eigens zur Eröffnung des Brüninghaus-Platzes komponiertes Lied vortrug: "Hallo Werdohl! Unsere schöne Heimatstadt, hier leben wir gemeinsam", hieß es darin.

Voßloh ging auch auf die Lennespange ein, die den Brüninghaus-Platz jetzt mit dem Flussufer verbindet. „Dort erwartet uns schon bald eine wahre Blütenpracht“, versprach die Bürgermeisterin. Im übrigen sei der Auswahl der Blumen und Gehölze nicht nur auf Schönheit geachtet worden: „Wir haben Pflanzen ausgesucht, die den Bienen viel Nahrung bieten. Das sieht also gut aus und ist obendrein nützlich für die Umwelt.“

Eröffnung des Brüninghaus-Platzes in Werdohl

Über die Lennespange gingen dann auch viele Besucher, angeführt von den Trommlern der Gruppe Samba Piranha, hinunter zur Paul-Seuthe-Terrasse. So heißt der neu gestaltete Bereich am Ufer des Flusses seit gut einem Jahr. Der Rat hatte sich dazu auf Vorschlag von Dr. Georg Vizkelety entschieden.

Der Zahnarzt, nach eigenem Bekunden ein Freund des 1997 verstorbenen Werdohler Künstlers, hatte lange nach einer Möglichkeit gesucht, Seuthe im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten. „Er war Werdohls vielseitigster Künstler, drohte aber nach seinem Tod in Vergessenheit zu geraten“, sagte er.

Dr. Georg Vizkelety und Bürgermeisterin Voßloh enthüllten gemeinsam das Schild, das an Paul Seuthe erinnert.

Seuthe sei von Beruf Architekt gewesen, seine Berufung habe aber der Kunst gegolten. „Er hätte auch diese Terrasse entstehen lassen können“, sagte Vizkelety mit Blick auf die Felsblöcke. Denn auch Seuthe habe viel mit Steinen gearbeitet.

Vizkelety enthüllte dann gemeinsam mit Bürgermeisterin Silvia Voßloh ein Schild, das den Lebenslauf Paul Seuthes in Kurzform wiedergibt. Es hängt an einem Masten, könnte aber demnächst noch einen anderen Platz bekommen. Vizkelety schwebt in Gedanken ein Schieferblock vor, auf dem es befestigt werden könnte. „Schiefer war der Stein, mit dem Paul Seuthe am liebsten gearbeitet hat“, sagte er zur Begründung.

Blick zurück: Die Entstehung des Brüninghaus-Platzes in Werdohl

Das Eröffnungsfest auf dem Brüninghaus-Platz dauerte noch bis zum Abend. Bis nach 22 Uhr traten die Musikgruppen Safe&Sound und Honigmut&Friends auf und auch der Feuerkünstler Kevin Hahnebeck hatte einen umjubelten Auftritt. An sechs Foodtrucks, von denen einer schon gegen 20 Uhr "ausverkauft" meldete,  fanden Besucher ein reichhaltiges kulinarisches Angebot vor und an einem großen Getränkestand ließ sich trotz kühler Temperaturen prima feiern.

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