Der Doktor zieht um: Baradari verlegt Praxis ins Stadtzentrum

+
Dr. Ramin Baradari (Vierter von links) und sein Team ziehen mit ihrer Arztpraxis ab der kommenden Woche von der Hardtstraße ins Stadtzentrum um.

Werdohl - Neues Jahr, neue Praxisräume: Dr. Ramin Baradari, Arzt, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, zieht mit seiner Praxis ab der kommenden Woche von der Hardtstraße um ins Dorfzentrum, wo er im Gebäude Altes Dorf 1, das derzeit umfassend saniert wird, am 2. Januar neu eröffnen wird.

„Wir wollen auch am neuen Standort weiterhin eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau anbieten“, sagt Baradari, der eine „moderne Praxis im Zentrum der Stadt“ als Gewinn für Werdohl ansieht und die Investitionen in die neuen Praxisräume als Bekenntnis zur Stadt an der Lenne und Verse versteht.

Nur noch bis zum Ende dieser Woche praktiziert der 52-Jährige an der Hardtstraße, bevor ab Montag die Umzugsarbeiten starten und der Mietvertrag zum Jahresende ausläuft. „Die Räumlichkeiten entsprechen nicht mehr den modernen Standards und auch die Parkmöglichkeiten sind begrenzt. Deshalb habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut“, erzählt Baradari.

Früher Krankenhaus, dann Arztpraxis

Mit dem Auszug der Praxis aus Haus Nummer 2 an der Hardtstraße, endet vorerst die lange medizinische Tradition des Gebäudes, in dem früher ein Krankenhaus und mittlerweile seit mehr als 50 Jahren eine Arztpraxis untergebracht ist. „Einige meiner Patienten sind vor vielen Jahren bereits in diesen Räumen zur Welt gekommen“, sagt Baradari.

Einen Teil der Einrichtung wird der 52-Jährige mit zum neuen Standort ins Stadtzentrum nehmen. „Vor fünf Jahren habe ich die Praxis übernommen und viele Geräte neu angeschafft. Die werden wir weiterhin nutzen“, sagt Baradari. Alles, was nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entspricht, wird der Chirurg und Orthopäde für ein Projekt des Deutschen Roten Kreuzes spenden, das im Westen Tansanias ein Dorfkrankenhaus aufbaut.

Am Anbau an das neue Praxisgebäude im Stadtzentrum wird noch gearbeitet.

Mit dem Wechsel ins Alte Dorf vergrößert Baradari seine Praxis von derzeit 140 auf dann 180 Quadratmeter. „Die neuen Praxisräume entstehen in einem früheren Wohnhaus, das komplett entkernt worden ist. Nach hinten raus ist zudem ein neuer Anbau entstanden, in dem der Operationstrakt untergebracht wird“, sagt Baradari.

600 bis 700 Eingriffe im Jahr

Neben zwei Operationsräumen – bereits am jetzigen Standort führt Baradari im Jahr stationär zwischen 600 und 700 kleinere und mittlere Eingriffe durch – wird es in der neuen Praxis drei Behandlungszimmer, einen Physioraum, zwei Ruheräume und einen Röntgenraum mit separatem Umkleidebereich sowie ein Wartezimmer geben.

Damit Baradari sich bereits jetzt um die Restarbeiten in den neuen Räumen und die Umzugsvorbereitungen kümmern kann, betreut sein Vorgänger Dr. Amer Yazigi die Patienten in diesen Tagen. „Die Innenarbeiten in der neuen Praxis sind fast abgeschlossen, im Außenbereich ist noch ein bisschen was zu tun“, sagt der 52-Jährige.

Neben Chirurgie, Orthopädie, manueller Medizin und Osteopathie, will Baradari gemeinsam mit seinen drei Arzthelferinnen und zwei Auszubildenden in der neuen Praxis in unmittelbarer Nähe von zwei Bushaltestellen auch Akupunktur anbieten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare