SPD drängt auf schnellen Ausstieg

Diskussion in Werdohl um Rosmart 2.0 geht weiter

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Die Initiative Pro Brunscheider Höhen ist gegen die Ausweitung des Industriegebiets Rosmart (Foto) und war am Montag im Hauptausschuss durch Jörg Kenter vertreten.

Werdohl – Eine knappe Feststellung von Fachbereichsleiter Michael Grabs am Montag im Hauptausschuss zum Sachstand der Planungen für das Gewerbegebiet Rosmart 2.0 löste eine Diskussion vor allem bei den Politikern der SPD aus.

Die Sozialdemokraten wollen bekanntlich, dass Werdohl aus den Planungen aussteigt. 

Grabs hatte lediglich mitgeteilt, dass es keine neuen Unterlagen gebe. Er erinnerte daran, dass der Rat mit Mehrheit beschlossen hatte, ein Umweltverträglichkeitsgutachten für die Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes Rosmart in Auftrag zu geben. Der Beschluss beinhalte, dass die Rechnung für dieses Gutachten auf die drei beteiligten Städte Werdohl, Altena und Lüdenscheid aufgeteilt würde. Grabs: „Da können Kosten auf uns zu kommen.“ 

Gutachten noch nicht in Auftrag gegeben

Das rief Jürgen Henke von der SPD auf den Plan. Er wisse, dass das Gutachten noch nicht in Auftrag gegeben sei. Je früher man dort aussteige, desto weniger müsse die Stadt anteilig bezahlen. Werdohl habe nur ein Sechstel der Fläche und dürfe nicht ein Drittel der Kosten übernehmen. 

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CDU-Sprecher Stefan Ohrmann erinnerte die SPD an deren Zustimmung zur Beauftragung eines Umweltgutachtens. Es sei doch klar, dass die Stadt entstandene Kosten in jedem Fall übernehmen müsse. Deshalb solle doch bitte erst einmal das Umweltgutachten abgewartet werden: „Wir sind da in der Pflicht.“ Danach könne man „völlig in Ruhe“ bewerten, wie die Stadt weiter vorgehen solle. Ohrmann: „Aber lasst uns erst das Risiko vom Tisch holen.“ 

Auf die Tagesordnung für nächste Ratssitzung

SPD-Sprecher Wilhelm Jansen verlangte von Bürgermeisterin Silvia Voßloh (CDU), das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung (16. Dezember) zu setzen. Bis Hauptausschuss und Rat 2020 erst wieder Ende Februar und Anfang März tagen würden, ginge zu viel Zeit verloren. Jansen: „Bis dahin kann viel passieren.“ Voßloh sicherte dem Ausschuss auf Drängen Jansens zu, in den nächsten zwei Wochen eine Informationsvorlage zu erstellen. 

Jörg Kenter von der Initiative Pro Brunscheider Höhen stellte am Rande der Sitzung Fragen als Bürger. Er wollte ebenso wie die SPD wissen, auf welchem Stand der Auftrag für das Umweltgutachten ist. Das gelte auch für Lärmschutz- und Verkehrsgutachten.

Mehr zum Thema Rosmart 2.0 lesen Sie hier.

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