FDP und SPD befürworten Gernegroß-Garten

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Die Fraktionsvorsitzenden Friedhelm Hermes (FDP, links) und Matthias Wershoven (SPD) äußern Verständnis für die Kritik der Gernegroß-Eltern.

Werdohl - „Die Eltern sind aus meiner Sicht zu Recht verärgert“, stellt Matthias Wershoven fest. Der Fraktionsvorsitzende der Werdohler Sozialdemokraten ist vom Elternbeirat der Kindertagesstätte Gernegroß angesprochen worden: Die Eltern sind enttäuscht, dass die Stadt entgegen ersten Ankündigungen das Außengelände gegenüber der Kita nun doch nicht anpachten will.

Dort sollte ein Garten entstehen, den das Gernegroß-Team gemeinsam mit den Kindern bepflanzen und pflegen wollte. Der Elternbeirat hatte seinen Unmut bereits in Form eines Leserbriefes geäußert (SV vom 13. Mai.).

Verständnis für die Reaktion der Eltern zeigte auch der FDP-Fraktionsvorsitzende Friedhelm Hermes. Besonders kritisiert er, dass die Diskussion, ob die Grundstücksnutzung sinnvoll wäre, innerhalb der politischen Gremien abgewürgt worden sei. Hermes und Wershoven haben diesbezüglich noch einmal einige Daten zusammengetragen: Am 16. April 2013 habe Bodo Schmidt, Fachbereichsleiter Soziales bei der Stadt Werdohl, während der Sitzung des Jugendhilfeausschusses noch einmal die Absicht bekräftigt, das Grundstück pachten zu wollen.

Bei der Haushaltseinbringung am 30. September 2013 seien im Haushaltsplan 1750 Euro für die jährliche Pacht sowie 5000 Euro für die Errichtung einer Zaunanlage enthalten gewesen. Das sei hinfällig geworden, als die Verwaltung die erste Veränderungsliste zum Haushalt 2014 im Oktober vorlegte. Im Rahmen der Hauptausschusssitzung am 4. November 2013 habe die Verwaltung dann bekräftigt, das Grundstück nicht mehr pachten zu wollen. „Daraufhin haben FDP und SPD gemeinsam beantragt, dass der Jugendhilfeausschuss in seiner nächsten Sitzung eine grundsätzliche Entscheidung treffen soll, ob das Grundstück gepachtet werden soll“, sagt Hermes.

Während der Ratssitzung am 18. November 2013 wurde dieser Antrag durch die CDU-Mehrheit abgelehnt. Der Bürgermeister enthielt sich der Stimme. Wershoven: „Wir haben im Vorfeld die Chance vertan, eine durchdachte Entscheidung zu treffen.“

Zwischenzeitlich hatte die Verwaltung auch Bedenken in Bezug auf die Verkehrssicherungspflicht für das Grundstück angemeldet. Der SPD-Fraktionsvorsitzende und sein FDP-Pendant sind aber überzeugt, dass diese aus dem Weg geräumt werden könnten. „Die Stadt wollte das Grundstück doch zunächst pachten, also hätte so etwas doch bereits längst geklärt sein müssen“, betont Wershoven. SPD und FDP stünden nach wie vor hinter dem Gartenprojekt. „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“, stellt Hermes fest.

Diesen möchte Matthias Wershoven notfalls auch ohne die Unterstützung der Stadt finden. „Natürlich müsste man dann Sponsoren finden“, sagt der Kommunalpolitiker. - von Carla Witt

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