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Digitalisierung: Stadt gibt viel Geld für diese Projekte aus

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Von: Volker Griese

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Die Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur im Rathaus soll jetzt mit einem Aufwand von 139 000 Euro abgeschlossen werden.
Die Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur im Rathaus soll jetzt mit einem Aufwand von 139 000 Euro abgeschlossen werden. © Matthias Balk

Aufträge im Wert von mehr als einer halben Million Euro hat der Vergabeausschuss der Stadt Werdohl in seiner Sitzung am Donnerstagmorgen vergeben.

Etwa ein Drittel des Geldes wird im Rathaus investiert, aber auch die Feuerwehr wurde bedacht. Insgesamt 240 000 Euro fließen in Digitalisierungsprojekte.

Die Stadtverwaltung wird 30 neue Computer und 40 neue Monitore erhalten. Diese Hardware liefert ein Dortmunder IT-Systemhaus für rund 30 000 Euro. „Wir tauschen regelmäßig einen Teil unserer Computer und Bildschirme aus“, erläuterte der zuständige Abteilungsleiter Reinhardt Haarmann.

Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur

Wesentlich mehr Geld investiert die Stadt in die weitere Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur im Rathaus. „Unsere EDV-Verkabelung ist schon Jahrzehnte alt und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen“, erklärte Haarmann. Teilweise hätten die Leitungen Übertragungsraten von nur 100 Mbit, was in Zeiten der schnellen Übertragung großer Datenmengen natürlich nicht mehr akzeptabel sei. Deshalb sollen nun für 139 000 Euro neue Kabel verlegt und auch Netzwerkdosen mit mehreren Anschlüsssen installiert werden. Damit sei dann in Zukunft auch das Telefonieren über das Internet möglich, sagte Haarmann. Mit dem jetzt vergebenen Auftrag werde die Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur im Rathaus abgeschlossen. Zwei Abschnitte habe die Stadt bereits vorher modernisiert.

Für 37 000 Euro erhält die Freiwillige Feuerwehr eine neue Digitalfunkausstattung, die ein Telekommunikationsunternehmen aus Münster liefern wird. „In allen Fahrzeugen werden neue Bediengeräte installiert“, erläuterte Feuerwehrchef Kai Tebrün, was dahinter steckt. Dadurch solle die Kommunikation der Einsatzkräfte mit der Leitstelle erleichtert werden. Außerdem werde ein neuer Einsatzstellenfunk angeschafft, der die Kommunikation der Einsatzkräfte untereinander verbessern soll. Dazu werden digitale Handfunkgeräte für jedes Fahrzeug angeschafft. Darüber hinaus erhielt ein Bielefelder Brandschutz-Spezialist den Auftrag, für rund 34 000 Euro Kommunikationseinheiten für die Atemschutzmasken zu liefern. Die sollen nach Worten des Feuerwehrchefs die Verständigung der Atemschutzgeräteträger mit ihren Gruppenführern und untereinander erleichtern.

Schäden der Jahrhundertflut werden beseitigt

Geld fließt auch in die kommunale Infrastruktur, die durch die Jahrhundertflut vom 14./15. Juli Schaden genommen hat. Im Versetal war dabei eine Rohrbrücke weggespült worden, Abwasser floss in der Folge in die Verse. Weil schnelles Handeln gefragt war, beauftragte die Stadt per Dringlichkeitsbeschluss zwei Unternehmen aus Ahaus und Neuenrade mit dem Bau eines neuen Abwasserkanals und eines Dükers. Die Arbeiten sind mittlerweile fast abgeschlossen. Die Vergabe dieser beiden Aufträge im Gesamtwert von rund 110 000 Euro hat der Vergabeausschuss nun nachträglich beschlossen.

Ebenfalls vergeben hat der Ausschuss den Auftrag zu Sanierung eines etwa 40 Meter langen Fahrbahnstückes der Friedenstraße. „Ein Teil dieser Straße ist ja schon saniert worden, jetzt geht es um den Bereich von der Kommandobrücke bis zur Einmündung Altenaer Straße“, erläuterte Abteilungsleiter Martin Hempel auf Nachfrage. Ein Plettenberger Unternehmen soll die Arbeiten für rund 67 000 Euro ausführen.

Entsorgung von Straßenaufbruch

Schließlich wurde noch der Auftrag zur Entsorgung von Straßenaufbruch vergeben, der bei städtischen Baustellen im Stadtgebiet anfällt. Dabei handelt es sich um einen Rahmenvertrag, der für das ganze Jahr 2022 gilt. Den Zuschlag hat für 86 000 Euro ein Werdohler Unternehmen erhalten.

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