Diese neue Form der Bestattung ist ab sofort in Werdohl möglich

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Der Eingang zum neu geschaffenen Bestattungswald in der Landwehr.

Werdohl - Der Evangelische Friedhofsverband Lüdenscheid-Plettenberg reagiert: Nachdem die klassischen Beerdigungen in der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl weiter rückläufig sind und die Urnenbeisetzungen zahlenmäßig zugenommen haben, wird nun auch eine weitere Form der Bestattung ermöglicht.

Und das im Grunde ab sofort. Denn am oberen Ende des Friedhofes in der Landwehr und am Biesenberg zwischen Dresel und Elverlingsen wird ein sogenannter Bestattungswald geschaffen. 

Wie Detlev Trester, Geschäftsführer des hiesigen Friedhofsverbandes in dieser Woche erläuterte, war der in Balve-Wocklum eingerichtete Trostwald der Auslöser für diese Entscheidung. „Wir versuchen, uns anzupassen und breiter aufzustellen“, so Trester. Geschaffen werde ein Rundum-Sorglospaket. 

Urnen zersetzen sich mit der Zeit

In der Landwehr gebe es einen großen Waldbestand, „und auf der Fläche, die wir in einen Bestattungswald umwandeln werden, ist Platz für mindestens 1000 Urnen-Grabstellen“. Die Bestattungsunternehmen in Werdohl seien über diese Neuerung bereits unterrichtet worden. 

Die Beisetzungen, so der Plan, können jeweils rund um einen der Bäume erfolgen – und zwar so, dass die Bäume selbst keinen Schaden nehmen. Verwendet werden Urnen, die sich im Laufe der Zeit zersetzen. 

Namensschilder sind möglich

Zur besseren Orientierung wird am Eingang ein Schild mit dem Hinweis „Willkommen im Bestattungswald“ angebracht. Zudem soll eine Skulptur mit Sockel, die derzeit noch etwas unterhalb auf dem Friedhof in der Landwehr steht, umgesetzt werden. Hier können die Hinterbliebenen ein Namensschild des Verstorbenen anbringen lassen. Vorgeschrieben ist das jedoch nicht. 

Was den Friedhof am Biesenberg angeht, so gibt es dort zwar auch einen Baumbestand, doch es sollen noch weitere Bäume gepflanzt werden. Wie am oberen Ende in der Landwehr, so ist auch hier oberhalb der B 236 genügend Platz.

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