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Diese Fortschritte macht der Radweg durch das Lennetal

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Von: Volker Griese

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Auch Landespolitiker haben sich in die Diskussion um die Radwegtrasse eingebracht, zum Beispiel SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty (rechts) bei einem Vor-Ort-Besuch im August 2020.
Auch Landespolitiker haben sich in die Diskussion um die Radwegtrasse eingebracht, zum Beispiel SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty (2. von rechts) bei einem Vor-Ort-Besuch im August 2020. © Schulz, Sebastian

Die Schließung der Lücken, die der zwischen Winterberg und Hagen rund 140 Kilometer lange Radweg Lenneroute auf Werdohler Stadtgebiet aufweist, ist seit Jahren ein Thema in politischen Gremien. Am Montagabend hat sich der Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung (Ustea) wieder einmal damit befasst. Es gab gute Nachrichten, aber auch ein Klagelied war zu vernehmen.

Werdohl ‒ Die wohl beste Nachricht war: Der Landesbetrieb Straßen.NRW will noch in diesem Jahr mit den Arbeiten zum Bau des Abschnittes von der Stadtgrenze zu Plettenberg bis ins Gewerbegebiet am Kettling beginnen. Das habe ihm ein Sprecher von Straßen.NRW unlängst telefonisch versichert, verkündete der Ausschussvorsitzende Jürgen Henke (SPD). „Er hat mir bestätigt, dass man im Zeitplan liegt und im Herbst loslegen will. Dieser Abschnitt ist damit in trockenen Tüchern“, sagte Henke.

Dafür hakt es an vielen anderen Stellen noch gewaltig. Beispielsweise am anderen Ende des Werdohler Stadtgebietes: Für den Abschnitt zwischen der Stadtgrenze zu Altena in Elverlingsen und der Ortslage Dresel gab es zwischenzeitlich einmal fünf mögliche Varianten. Übrig geblieben ist nach vielen Untersuchungen und Gesprächen eine, und die verläuft unmittelbar an der B236 entlang. Für eine Umsetzung dieser Möglichkeit ist zwischen Felsen auf der östlichen und Lenne auf der westlichen Seite der Straße aber kaum Platz.

Anfang Mai habe es ein Gespräch zwischen der Stadtverwaltung und Straßen.NRW ergeben, erfuhren die Ausschussmitglieder nun. Dabei sei um eine Untersuchung der Stützmauer zwischen B236 und Lenne im Bereich des Kraftwerksgeländes gegangen. Fachbereichsleiter Thomas Schroeder formulierte sehr vorsichtig, was das Ergebnis des Gespräches gewesen sein soll: „Es verdichten sich die Anzeichen, dass Straßen.NRW für diese Mauer zuständig ist.“ Jetzt stünden Baugrunduntersuchungen an.

Der Ausschussvorsitzende Jürgen Henke verband damit die Hoffnung, dass der Bereich zwischen Fels und Fluss durch eine eventuell notwendige neue Stützmauer etwas breiter werden und damit mehr Platz für einen Radweg entstehen könnte. Wann dies allerdings der Fall sein könnte, sei noch völlig offen. Dieser Einschätzung schloss sich Fachbereichsleiter Schroeder an. Dennoch stand für ihn fest: „Eine Radwegtrasse entlang der B236 scheint die einzig realistische Alternative zu sein.“

Schroeder begegnete aber auch Äußerungen aus dem Ausschuss, dass die Entwicklung des Radweges zu langsam voran gehe. Für eine intensivere Bearbeitung der Pläne fehle es im Rathaus einfach an Personal, wiederholte er bereits früher getroffene Aussagen.

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