Dieb wird bestraft

Ein 25-jähriger Bochumer brach in eine Werdohler Firma ein. Dafür wurde er gestern verurteilt.

WERDOHL ▪ Eine finanzielle Notlage hatte einen Studenten zum Einbrecher werden lassen. Gestern musste sich der 25-jährige Bochumer wegen versuchten gemeinschaftlichen Diebstahls in besonders schwerem Fall vor dem Schöffengericht im Amtsgericht Altena verantworten, wo er eine Geldstrafe in Höhe von 1350 Euro kassierte.

Ohne Zögern räumte der Angeklagte gestern ein, am 7. Februar 2009 gemeinsam mit einem Mittäter in die Halle einer Werdohler Firma eingedrungen zu sein. Nachdem das Duo die Scheibe eingeschlagen hatte, waren die Männer auf die Suche nach Kupfer gegangen. Laut Anklageschrift waren sie dabei jedoch von Arbeitern gestört worden, was sie von der Vollendung der Tat abgehalten hatte. „Ich bin rein gegangen und habe versucht Kupfer zu stehlen. Ich war finanziell schwer dran - Umzug, Studiengebühren”, erklärte der 25-Jährige gestern. Dann habe ein Kumpel aus Werdohl von seiner misslichen Lage erfahren und ihm den Tipp mit dem Diebstahl gegeben. Einen Mittäter hatte der Ratgeber, der sich selbst offensichtlich die Finger nicht schmutzig machen wollte, auch gleich parat. Am Tatort hätten die Männer jedoch schnell gemerkt, wie unsinnig ihr Unterfangen gewesen war. „Es war dumm, weil man das ganze Zeug gar nicht tragen und durch das Fenster weg transportieren konnte. Mich hat kein Arbeiter gestört, ich bin von mir aus gegangen”, so der Student mit den fünf, nicht einschlägigen Vorstrafen. Richter Dirk Reckschmidt fand klare Worte für den Bochumer: „Sie hatten Geldmangel, doch es kann nicht der Weg sein, sich das was man fürs Studium braucht, zusammenzuklauen.” Der Angeklagte akzeptierte schließlich die Entscheidung des Gerichts, und ließ das Urteil rechtskräftig werden. ▪ jape

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