Salzsilo repariert

Die kalte Jahreszeit naht: So ist der Bauhof auf den Winter vorbereitet

Ein Blick vom etwa 15 Meter hohen Silo hinunter auf den Baubetriebshof der Stadt. Das Hochsilo ist komplett aus Holz, weil Metall in Verbindung mit dem aggressiven Salz keine lange Lebensdauer verspricht.
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Ein Blick vom etwa 15 Meter hohen Silo hinunter auf den Baubetriebshof der Stadt. Das Hochsilo ist komplett aus Holz, weil Metall in Verbindung mit dem aggressiven Salz keine lange Lebensdauer verspricht.

Knapp 20 Grad zeigte das Thermometer Anfang November – ein eher unübliches Wetterphänomen, um auf die dennoch bald beginnende Wintersaison auf Werdohler Straßen hinzuweisen.

Werdohls Bauhofleiter Martin Hempel und Straßenmeister Dominik Winterhoff meldeten jedenfalls in der warmen Wintersonne volle Bereitschaft von Männern, Material und Maschinen.

Etwas Sorge machte seit einigen Monaten das weithin sichtbare Wahrzeichen des Baubetriebshofes, das etwa 15 Meter hohe Salzsilo. Die Konstruktion ist in allen tragenden Teilen aus Holz gefertigt, auch der Lagerbehälter und der Trichter sind aus Holz. Metall in Verbindung mit dem hoch aggressiven Salz macht naturgemäß Probleme, von daher ist Holz seit Jahrzehnten erste Wahl für solche Silos. Jährlich wird der Turm, der 1989 beim Bauhof aufgerichtet wurde, von Fachbetrieben kontrolliert. Es gibt sogar Unternehmen, die sich auf die Instandhaltung und Wartung von Holzsalzsilos spezialisiert haben.

Nur noch die Hälfte der Kapazität

Bei der Inspektion Mitte des Jahres stellte sich heraus, das tragende Balken und einige Verbindungen nicht mehr in Ordnung waren. In dem Zustand hätte das Lager nur noch die Hälfte der Kapazität gehabt, also 50 statt 100 Tonnen. Die Spezialunternehmen für die notwendige Reparatur waren bis zum möglichen Wintereinbruch ausgebucht. Markus Hempel, Leiter vom Baubetriebshof und der Tiefbauabteilung, beauftragte deshalb ein heimisches Unternehmen mit der Reparatur. Zimmermeister Frank Baumann aus Werdohl und seine Gesellen nahmen sich der Aufgabe fachkundig an und reparierten in den vergangenen Tagen das Salzlager. Wie zerstörerisch das Streusalz auf Metall wirkt, zeigte sich an den Bolzen, die zur Verschraubung der Balken dienten. Der lediglich verzinkte Stahl war unter der Salzeinwirkung deutlich verjüngt und ließ sich leicht verwinden. An vielen Stellen wurden deshalb neue Gewindestangen aus Edelstahl eingesetzt, die der Korrosion wesentlich länger etwas entgegensetzen können. Baumann tauschte die beanstandeten Streben und Balken aus, sodass die ganze Anlage wieder voll belastbar und betriebssicher ist.

Bauhofleiter Martin Hempel, Straßenmeister Dominik Winterhoff und Zimmermeister Frank Baumann vor dem Silo, das jetzt für den kommenden Winter in komplette Bereitschaft gesetzt wurde.

Das trockene Streusalz wird von einem Silofahrzeug in das Holzsilo hochgeblasen. Die Streufahrzeuge der Stadt fahren unter das Silo, das Salz rutscht durch die Schwerkraft auf die Ladefläche des Streuwagens, Dominik Winterhoff und die Mitarbeiter vom Baubetriebshof für den Winterdienst nutzen aber auch angefeuchtetes Streusalz, die sogenannte Sole.

Gearbeitet wird mit Streusalz oder Sole

Wenn Eis und Schnee auf den Straßen liegen, wird das trockene Salz gestreut und kann seine auftauende Wirkung entfalten. Mit der Sole wird vor dem erwarteten Schneefall oder Eisregen vorgestreut: Würde hier trockenes Streusalz aufgebracht, würde es durch die Fahrzeugbewegung gleich wieder von der Straße geweht.

Trotz des strahlenden Sonnenscheins zeigten sich Hempel und Winterhoff für den Wintereinsatz vorbereitet. Natürlich wünschen sich alle, dass starker Schneefall und eisige Temperaturen noch etwas auf sich warten lassen.

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