Geld aus der Privatschatulle

Die ersten Preisträger stehen fest: Bürgermeister Späinghaus vergibt Ehrenamtspreis

Bürgermeister Andreas Späinghaus hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das Foto entstand bei einem Besuch in seinem Haus in Kleinhammer im Juli 2020.
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Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD), hier bei sich daheim in Kleinhammer, löst sein Wahlversprechen ein und vergibt den Ehrenamtspreis.

Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) wird den von ihm persönlich ausgelobten Werdohler Ehrenamtspreis auch schon für das Jahr seines Amtsantritts vergeben. Allerdings wird das erstmals vergebene Preisgeld geteilt.

Andreas Späinghaus hatte seine Absicht, einen jährlich zu vergebenden Preis für in Werdohl ehrenamtlich tätige Menschen ins Leben zu rufen, bereits sehr früh im Wahlkampf geäußert. Schon bei seiner Nominierung durch die SPD Anfang 2020 hatte Späinghaus davon gesprochen. Jetzt setzt er das Versprechen in die Tat um, und das sogar schon für das Jahr 2020, obwohl er ja erst zwei Monate im Amt war.

Jeden Monat 100 Euro aus der privaten Schatulle für den Ehrenamtspreis beiseite zu legen, sei sein Vorsatz gewesen, berichtet Späinghaus. Das macht 1200 Euro pro Jahr, die das Stadtoberhaupt nun also an Menschen ausschütten möchte, die sich nach seiner Einschätzung auf eine besondere Weise ehrenamtlich für das Gemeinwesen in Werdohl engagiert haben. Dabei habe er weniger das organisierte Ehrenamt in den Vereinen und Organisationen im Blick, konkretisiert Späinghaus. Solche Menschen würden oft schon durch ihre Verbände gewürdigt. Der Bürgermeister denkt eher an die „ganz normalen Werdohler“, die ihre Freizeit opfern, um das Leben in der Stadt an Lenne und Verse für die Menschen ein kleines bisschen angenehmer zu gestalten.

Alexander Butzelar und Versetaler Organisationsteam die Preisträger

Als Preisträger für das vergangene Jahr auserkoren hat Späinghaus nun Alexander Butzelar, der sich als Gründer der ersten Werdohler Kinderfeuerwehr hervorgetan habe, und das Versetaler Organisationsteam, das sich in der Corona-Pandemie nicht nur einen alternativen Winterzauber, sondern für den Jahresbeginn 2021 auch noch den „Kinderkarneval in der Tüte“ organisiert habe und nun auch für Ostern Ähnliches plant.

„Alexander Butzelar hat mitten in den Pandemie, als alle auf Abstand gegangen sind, in einer bewundernswerten Konsequenz die Kinderfeuerwehr gegründet“, begründete Späinghaus, was ihm an dem einen Preisträger imponiert. Und die Aktivisten aus dem Versetal hätten sich „Gedanken gemacht, wie man den Menschen in diesen Zeiten eine Freude machen kann“. Das sei gelebtes Ehrenamt, sagte Späinghaus, der das Preisgeld zu gleichen Teilen an die Preisträger ausschütten möchte.

Bislang noch kein Termin für Übergabe

Einen konkreten Termin für die Übergabe des Ehrenamtspreises konnte der Bürgermeister noch nicht nennen. Sie soll aber so bald wie möglich erfolgen. Grundsätzlich hielte er den Jahresempfang im Januar für einen würdigen Rahmen, den Preis zu übergeben. Weil diese Veranstaltung aber in diesem Jahr pandemiebedingt ausfallen musste, sucht Späinghaus jetzt nach einer Alternative.

Um den Ehrenamtspreis des Bürgermeisters bewerben kann man sich übrigens nicht. Allerdings sei er für Vorschläge empfänglich. Da es sich um sein privates Geld handele, das ausgeschüttet werde, wolle er aber selbst bestimmen, wer den Preis erhält, betonte Späinghaus.

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