Diakonie im Haus am Kirchenpfad: "Gute Seele" gesucht

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Eine neue Einfahrt hat das Haus am Kirchenpfad bekommen, damit die Tafel-Fahrzeuge bis zum Eingang fahren können.  

Werdohl – Die Diakonie ist seit diesem Monat neuer Mieter im Haus am Kirchenpfad. Und für das wird noch eine "gute Seele" gesucht.

Das Diakonische Werk in Plettenberg und die Diakonie im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg suchen für das Haus am Werdohler Kirchenpfad eine „gute Seele“. Die Person soll die Gruppen im Haus koordinieren und die Helfer des geplanten Trödelladens anleiten. Eine genauere Stellenbeschreibung gibt es noch nicht, die Aufgaben sollen gemeinsam mit dieser „guten Seele“ entwickelt werden. 

Die ehrenamtliche Position soll auch geringfügig vergütet werden, Träger sind die beiden diakonischen Einrichtungen. Grundsätzlich würden ehrenamtliche Helfer bei der Diakonie nicht bezahlt, bei der Vielzahl an Ehrenamtlern sei das überhaupt nicht möglich, erläuterte Heike Schaefer vom Diakonischen Werk, die seit Jahren die Tafelausgabe in Werdohl begleitet. 

Minijob, Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschale möglich

Doch Ehrenamtler, die bestimmte Leitungsfunktionen wahrnähmen und denen Verantwortung übertragen worden sei, können geringfügig bezahlt werden. Dazu gebe es verschiedene Modelle: der klassische Minijob, eine Ehrenamtspauschale oder eine Übungsleiterpauschale. Richtig daran verdienen könne allerdings niemand, die Entlohnung sei nur als Aufwandsentschädigung zu sehen, betonte sie. 

Im April 2018 stellten die Vertreterinnen der Diakonie und Pfarrer Dirk Grzegorek von der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl die Idee für das Haus am Kirchenpfad vor. Endgültig vermietet hat die Kirchengemeinde das Gebäude aber erst seit diesem Monat an das Diakonische Werk. Bis zum Jahresende 2018 waren verschiedene kirchliche Gruppen am Kirchenpfad untergebracht. 

Die Kirchengemeinde als Vermieterin ließ noch einiges renovieren. Die Jugendgruppen sind jetzt ins benachbarte Gemeindehaus umgezogen, das Haus ist weitgehend leer an die Diakonie übergeben worden. 

Mit der Übernahme sollte die Tafel erhalten bleiben, sagte Schaefer. Dass auch die Flüchtlingshilfe ihren Ort am Kirchenpfad behalten würde, war ebenfalls gesetzt. 

Ansprechpartner für das Haus gesucht

Neu sind die Linedancer, die aus der Kirche auf der Königsburg ausziehen mussten. „Ansonsten soll sich das Haus frei und offen als soziale Begegnungsstätte entwickeln“, sagte Schaefer. Für die Entwicklung als Sozialkaufhaus für Haushaltswaren oder als Trödelladen werde jetzt eine Leitung gesucht. 

Einige Ehrenamtler gebe es schon, von denen aber niemand an vorderster Stelle stehen wolle. „Wir brauchen jemanden, der als Ansprechpartner für das Haus zur Verfügung steht“, so Schaefer. Sie selbst könne diese Aufgabe nicht auch noch übernehmen. „Ehrenamt funktioniert nicht ohne Hauptamt“, laute die Maxime der Diakonie.

Wer sich für die ehrenamtliche, entlohnte Stelle der „guten Seele“ im Haus am Kirchenpfad interessiert, wendet sich an die Diakonie-Geschäftsstelle in Plettenberg, Tel. 0 23 91 / 54 00, oder an die Diakonie-Geschäftsführerin Iris Jänicke beim Kirchenkreis, Tel. 01 60 / 98 94 75 8

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