Diakonie berät erstmals in Werdohl Arbeitslose

Arbeitslosenberaterin Ute Zorn (r.) wurde von Fachbereichsleiterin Birgit Buchholz von der Diakonie Mark-Ruhr an ihrem neuen Arbeitsplatz an der Schulstraße begrüßt.

WERDOHL ▪ 2008 hatte die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW die Fördergelder für Arbeitslosenzentren und Beratungsstellen gestrichen. Die rot-grüne Landesregierung will diese Förderung nun wieder aufnehmen. Insgesamt 145 Einrichtungen haben eine Förderzusage erhalten – darunter auch die Erwerbslosenberatung für den Märkischen Kreis mit den Standorten in Werdohl und Iserlohn.

Das lang erhoffte Schreiben kam kurz vor dem Jahreswechsel: Ab dem 1. Januar 2011 sollen jährlich fünf Millionen Euro aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung stehen. Für die Arbeitslosenberatung der Diakonie werden Bruttopersonal- und Sachkosten in Höhe von insgesamt 115 920 Euro für zwei Jahre bewilligt.

Alle sonstigen anfallenden Sachkosten übernimmt die Diakonie als Trägeranteil. Damit kann die Diakonie Mark-Ruhr nun eine volle Stelle Erwerbslosenberatung für den Märkischen Kreis vorhalten. Eine halbe Stelle wird schon seit Anfang Februar ganz neu in Werdohl angeboten. Für Iserlohn bedeutet dies eine Ausweitung des Angebotes auf eine halbe Stelle. In Kooperation mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg bietet die Diakonie Mark-Ruhr erstmals Arbeitslosenberatung für den südlichen Märkischen Kreis am Standort Werdohl an.

Die Werdohler Diplom-Pädagogin Ute Zorn steht ab sofort Ratsuchenden für alle Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit zur Verfügung. Die Öffnungszeiten im Sozialen Beratungszentrum in der Schulstraße 2 sind dienstags zwischen zehn und 14 Uhr sowie 15 bis 17 Uhr, mittwochs von neun bis 13 Uhr und donnerstags von neun bis 14 Uhr. „Ratsuchende sollten sich möglichst telefonisch anmelden, um Wartezeiten zu vermeiden“, so Ute Zorn.

Neben der individuellen Beratung gehören Informationsveranstaltungen und Gruppenberatungen sowie die Vermittlung zu weiterführenden Hilfen zu den Kernaufgaben der diakonischen Einrichtung. „Denn die gesetzlichen Regelungen sind seit der Einführung des komplexen und komplizierten Hartz-IV für viele Betroffene undurchsichtig geworden“, weiß Ute Zorn. Mit der Förderzusage ist die Beratung in den kommenden zwei Jahren gesichert.

Die Beratungsstelle ist unter der Rufnummer 0 23 92 / 72 18 68 zu erreichen.

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