Deutliches Zeichen für das Krankenhaus

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8900 Unterschriften für den Erhalt des Krankenhauses sollen jetzt übergeben werden. ▪

BALVE ▪ Etwa 8 900 Unterschriften wurden für den Erhalt des St. Marien-Hospitals in Balve gesammelt – dieses Ergebnis stellte Bürgermeister Hubertus Mühling, zugleich Vorsitzender des krankenhauseigenen Fördervereins, Hiltrud Schulte, Geschäftsführerin, Konrad Betten, Beisitzer, und Pfarrer Andreas Schulte von der katholischen Kirchengemeinde St. Blasius, gestern Nachmittag im Rathaus vor.

Der Dank ging an alle, die durch ihre Unterschrift ein deutliches Zeichen für den Erhalt des Krankenhauses gesetzt hatten. Konrad Betten: „Die Leute lassen den Kopf nicht hängen.“ Wenn die Listen in den nächsten Tagen vom Bürgermeister an die Geschäftsführung und den Verwaltungsratsvorsitzenden der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis mit Sitz in Iserlohn übergeben werden, dann wegen des Umfangs als Päckchen, an dem zu tragen sein wird, wenn es soweit sein wird, dass die Waagschale für oder gegen das Krankenhaus ausschlägt. Mühling: „Alle Beteiligten hoffen natürlich, dass die Listen nochmals ein deutliches Signal setzen.“ Schließlich wurde von den Balvern mit 65 Prozent der größte Teil an Unterschriften geleistet, aber auch Neuenrader und Bürger aus Sundern haben ihre Namen auf die Liste gesetzt und plädieren damit, dass eine ortsnahe medizinische Versorgung weiterhin gewährleistet sein soll.

Die Unterschriftenaktion nahm ihren Anfang auf dem Weihnachtsmarkt am 4. Dezember – eine spontane Entscheidung des Fördervereins. Hiltrud Schulte: „1500 Unterschriften lagen am Ende des Tages vor. Gerechnet wurde im gesamten Verlauf insgesamt mit ungefähr 3000.“ Als positiver Nebeneffekt hatte der Förderverein zehn neue Mitglieder aufnehmen können. Damit sind es jetzt etwa 420.

Dass in Balve keine Endzeitstimmung herrscht, sondern das Motto lautet: „Jetzt erst recht“, stellte die Schützenbruderschaft als Initiator der Demonstration unter Beweis.

Viel ist geleistet worden in der Hönnestadt, nun wird auf das Ergebnis des Gutachtens gewartet, das Ende Januar für die zu den Katholischen Kliniken im MK gehörenden Häuser Balve, Menden und Iserlohn erstellt wird.

„Bisher ist noch keine Entscheidung in irgendeiner Weise getroffen worden“, so Hubertus Mühling. Dazu gehört auch ein zum Krankenhaus gehörender Bereich, der dem Förderverein am Herzen liegt: die Cafeteria. In Eigenregie soll diese weiter geführt werden, nur müssen dafür noch rechtliche Fragen geklärt werden. „Wir müssen wissen, was der Förderverein darf, ohne dass die gekündigten Krankenhausmitarbeiter oder die Firma Medirest eventuelle Rechtsansprüche gegen uns hat.“ Gerne soll nach Klärung aller Fragen der Betrieb auch mit den ehemaligen Mitarbeitern wieder aufgenommen werden. So schnell wie möglich noch bis März sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. - Julius Kolossa

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