Deutliche Warnung für Lastwagen-Fahrer

Das neue Verbotsschild.

WERDOHL - „Trotz oder gerade wegen der Navigationsgeräte, die Lastwagenfahrer verwenden, brauchen wir ein Lkw-Leitsystem in Werdohl.“ Diese Überzeugung vertrat der Sozialdemokrat Thomas Benecke am Dienstag während der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung. Viele Lastwagenfahrer würden beispielsweise in der Sackgasse Altes Dorf landen. Das könne durch eine Beschilderung verhindert werden.

Verwaltungsmitarbeiter Rolf Prange vertrat eine andere Ansicht. Er habe das Gespräch mit vielen Lkw-Fahrern gesucht, die sich in der Stadt verfahren hatten. „Fragt man nach dem Grund, bekommt man immer die Antwort: ,Mein Navi hat mich hierher geführt.’“ Demzufolge sei er sicher: „Lkw-Fahrer lesen keine Schilder mehr.“ Fachbereichsleiter Bernd Mitschke pflichtete ihm bei: „Die meisten Lkw-Fahrer, die im Alten Dorf feststecken, verstehen nicht die deutsche Sprache. Da muss die Polizei helfen.“

Während die Vertreter der WBG dieser Argumentation folgen konnte, schloss sich CDU-Ratsherr Dirk Middendorf der Argumentation des Sozialdemokraten Benecke an. „Zwei oder drei Hinweisschilder für Lastwagenfahrer gehören schon noch in die Stadt.“ SPD-Politiker Jürgen Henke fügte hinzu: „Wir müssen den Fahrern vor Augen halten: ,Hier bleibst du stecken.’“

Prange reagierte prompt und hatte einen Vorschlag parat, der bei den Ausschussmitgliedern gut ankam. „Wir stellen in den nächsten Tagen ein knallgelbes Schild am Höhenweg auf.“ Es solle so angebracht werden, dass Lkw-Fahrer noch Gelegenheit zum Wenden hätten, bevor das Gefälle in Richtung Werdohl beginnt. „Kleinere Varianten des Schildes könnten wir auch in der Stadt aufstellen, um beispielsweise auf das Alte Dorf hinzuweisen,“ sagte Prange.

von Carla Witt

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