Sperrung der B229

Deshalb wird die Höllmecke zur Einbahnstraße

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Die Arbeiten im VDM-Kreisel haben jetzt für die Autofahrer einige Umwege zur Folge.

Werdohl - Seit zweieinhalb Wochen laufen die Bauarbeiten am neuen Kreisverkehrsplatz vor dem Werdohler VDM-Werk. Abgesehen von kleineren Staus zu Stoßzeiten läuft der Verkehr bisher reibungslos an der Baustelle vorbei. Jetzt allerdings steht eine Bauphase an, während der die Verkehrsführung etwas knifflig und für einige Verkehrsteilnehmer auch zeitraubend sein wird. Am Montag, 8. Juni, soll mit den Arbeiten an der Neuenrader Straße begonnen werden.

Die Neuenrader Straße (B 229) wird zwischen der Kreuzung am Haus Werdohl und dem zukünftigen Kreisverkehr für etwa vier Monate gesperrt. Dort sollen dann von der Einmündung in die Kreuzung Lüdenscheider Straße/Plettenberger Straße an aufwärts auf einer Länge von etwa 440 Metern der Straßenentwässerungskanal, die Straßenentwässerungseinrichtungen und die Fahrbahn sowie eine Gasleitung erneuert werden. Außerdem werden im Zuge der Vollsperrung Wartungsarbeiten an den vorhandenen Felssicherungseinrichtungen durchgeführt.

Der Bereich der Hangbrücke, die irgendwann in den nächsten Jahren noch saniert werden soll, sei davon nicht berührt, betonte Andreas Berg, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW. „Die anstehende Baumaßnahme an der Hangbrücke wird sich dadurch aber verkürzen“, sagte er.

Bei näherer Betrachtung leuchtet das ein: Immerhin wird ein beträchtliches Stück der Neuenrader Straße jetzt schon erneuert; das sind Arbeiten, die in ein paar Jahren nicht erneut anfallen dürften.

Weiträumige Umleitung

Die Sperrung der Neuenrader Straße hat allerdings vor allem für Lastwagen weiträumige Umleitungen zur Folge. Während Pkw-Fahrer Ausweichstrecken über innerstädtische Straßen suchen und finden werden, muss der Lkw- und Schwerlastverkehr eine längere Umleitungsstrecke befahren. Die führt in Richtung Neuenrade und darüber hinaus über die Rathausbrücke, durch Ütterlingsen und die L 656 (Höllmecke) hinauf. Die schmale und kurvenreiche Nebenstrecke nach Neuenrade werde dann zur Einbahnstraße, kündigte Berg an. „Die Einbahnstraßenregelung ist wegen der Spitzkehren, in denen die Lastwagen weit ausholen müssen, nicht vermeidbar“, begründete der Straßen.NRW-Sprecher.

Kürzere Varianten für PKW

Lastwagen, die aus Richtung Neuenrade nach Werdohl hineinfahren wollen, müssen einen rund 45 Kilometer langen Umweg über die B 229, die L 686, die L 842, die L619 und die B 236 mit den Stationen Neuenrade, Küntrop, Langenholthausen, Amecke, Allendorf, Hüttebrüchen und Leinschede fahren.

Dasselbe gilt für den Lkw-Verkehr in Richtung Plettenberg, der zunächst auch noch die Höllmecke hinauf- und dann über die lange Umleitungsstrecke fahren muss.

Für den Pkw-Verkehr von Werdohl in Richtung Plettenberg bieten sich die kürzeren Varianten über die L 842 und die L 697 mit den Stationen Küntrop und Affeln oder der Weg durch das Versetal und über Selscheid (Kreisstraße 8) an.

Gesamtpaket von 1,9 Millionen Euro

Während sich die Arbeiten an der Neuenrader Straße auf vier Monate beschränken, hat Straßen-NRW für den Bau des Kreisverkehrs insgesamt etwa zehn Monate Bauzeit eingeplant. Dort muss zunächst in aufwändigen Arbeiten eine Vielzahl von Versorgungsleitungen verlegt werden, die später nicht durch den Kreisverkehr verlaufen sollen. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Den allergrößten Teil der Kosten trägt der Bund, die Stadt Werdohl ist nur mit einem kleinen Teil von rund 65 000 Euro beteiligt.

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