VDM-Kreisel in Werdohl

Deshalb bleibt die Kreisel-Kalotte nur ein begrünter Erdhügel ‒ vorerst

Der Kreisverkehr vor dem Werdohler VDM-Werk hat schon konkrete Gestalt angenommen. Auch der Mittelpunkt ist schon fertig modelliert, soll aber später noch einmal umgestaltet werden.
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Der Kreisverkehr vor dem Werdohler VDM-Werk hat schon konkrete Gestalt angenommen. Auch der Mittelpunkt ist schon fertig modelliert, soll aber später noch einmal umgestaltet werden.

Wenn alles gut geht, wird ab August der Verkehr durch den Kreisverkehr vor dem Werdohler VDM-Werk fließen. Die Gestaltung des Mittelpunktes wird dann aber wohl noch nicht abgeschlossen sein. Das liegt vor allem an der Stadt Werdohl.

Werdohl ‒ Den Tagesordnungspunkt „Gestaltung des Kreisverkehrs B 229/B 236“ in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) leitete der Ausschussvorsitzende Jürgen Henke (SPD) am Dienstagabend mit einer persönlichen Erklärung ein: „Die Verwaltung hat es versäumt, in dieser Angelegenheit zu agieren“, sagte er.

Bereits 2019 hätte nach seiner Darstellung eine Vereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW getroffen werden müssen, um den Kreisel-Mittelpunkt, die sogenannte Kalotte, nach den Vorstellungen der Stadt Werdohl gestalten zu können. Ganz ähnlich hat sich jüngst auch Andreas Berg, Sprecher von Straßen.NRW, geäußert: „Über eine andere Gestaltung hätte die Stadt Werdohl vor rund anderthalb Jahren mit uns sprechen müssen.“

Stadt soll jetzt handeln

Ist das Kind damit in den Brunnen gefallen? Wird es bei einer schlichten Rasenbegrünung der Kalotte bleiben? Das muss nicht sein, wurde in der Ustea-Sitzung deutlich. Der Ausschuss schlug dem Rat einstimmig vor, die Stadtverwaltung damit zu beauftragen, jetzt noch eine Vereinbarung mit Straßen.NRW zu treffen, um den Kreisel noch nachträglich gestalterisch aufwerten zu können.

Erste Gestaltungsideen

Erste Vorschläge aus der Bevölkerung, wie man die Insel in der Mitte des Verkehrsknotenpunktes gestalten könnte, liegen offenbar schon vor. Lutz Hoffmann (CDU), Vorsitzender des Kulturausschusses, berichtete vom Vorschlag eines Werdohler Künstlers, auch Bürgermeister Andreas Späinghaus und der Ustea-Vorsitzende Henke teilten mit, dass ihnen schon Ideen vorgelegt worden seien. Die alle und vielleicht noch weitere, betonte Späinghaus, sollten zu gegebener Zeit im Ustea vorgestellt und beraten werden.

Nicht alles ist erlaubt

Was die Gestaltung der Kalotte angeht, sind der Kreativität allerdings Grenzen gesetzt. Darauf wies Thomas Schroeder hin. „Es ist nicht so, dass wir sämtliche Freiheiten hätten“, betonte der Leiter der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement im Rathaus und verwies auf Richtlinien von Straßen.NRW, die bei der Kreisel-Gestaltung unbedingt zu beachten seien. Ein Merkblatt mit den Gestaltungsgrundsätzen, das möglichen weiteren Ideengebern als Richtschnur dienen soll, will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen. Eine Umsetzung der letztlich ausgewählten Idee ist für das Jahr 2022 vorgesehen.

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