Derwentsider Straße wird ausgebessert

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Die Widerlager am Anfang und am Ende des Straßenabschnitts haben sich losgeruckelt. Jörg Wierig vergießt sie mit der Masse, die er in dem Kocher erhitzt hat.

Werdohl - Vier Mitarbeiter des Baubetriebshofes sanieren  die Fahrbahnoberfläche der Derwentsider Straße unter der Stadtbrücke, im sogenannten Trog. Auch am Mittwoch ist die Straße an dieser Stelle nur einspurig befahrbar. 

Während am Dienstag die Spur Richtung Stadt abgesperrt war, wird am Mittwoch die Spur auf der Lenneseite erneuert. „Wir bessern Risse direkt aus, um zu verhindern, dass eine große Straßensanierung notwendig wird“, erläutert Jörg Wierig vom Baubetriebshof den Grund für die Maßnahme.

Wierig und seine Kollegen gießen eine Bitumenemulsion in die Risse, um diese zu verschließen. So kann im Winter kein Wasser in den Asphalt laufen. „Aus den Rissen werden sonst ganz schnell große Schlaglöcher“, sagt der Experte. Zum Schluss werden die ausgebesserten Stellen noch mit Split abgestreut. Die kleinen Steinchen stumpfen die Oberfläche ab und sorgen so dafür, dass darüberfahrende Autos nicht wegrutschen können.

Etwa auf der Mitte der stadtzugewandten Spur hat sich auf der Fahrbahnoberfläche eine Blase von rund 30 Zentimetern Durchmesser gebildet. „Da ist der Asphalt durch die Wärme hochgekommen“, berichtet Domenic Winterhoff, der stellvertretende Leiter des Baubetriebshofes. „Das bessern wir auch aus, damit das keine Ruckelpiste wird.“ Sein Kollege Marco Böhm schneidet rund um die Blase ein rechteckiges Stück Asphalt heraus. Anschließend wird die Lücke mit neuem Asphalt wieder aufgefüllt.

Risse haben sich im Laufe der Zeit nicht nur in der Fahrbahnoberfläche gebildet. Auch an den Widerlagern am Anfang und am Ende des Straßenabschnitts ist der Asphalt beschädigt. Wie eine Brücke ist auch die Unterführung mit Dehnungsfugen ausgestattet, die quer durch die Fahrbahn verlaufen. „Die rappeln sich mit der Zeit lose“, erklärt Dominic Winterhoff. Der Spalt müsse neu angefüllt werden, damit er nicht breiter wird und die Fahrbahn kaputtgehe.

In einem Kocher erhitzen die Mitarbeiter des Baubetriebshofes eine Masse, bis diese flüssig wird und in die Fugen gegossen werden kann. Dann werden Widerlager und Straße wieder zu einer Einheit und bereits entstandene Risse setzen sich nicht im Asphalt fort. Damit die Sanierungsarbeiten auch am Mittwoch reibungslos verlaufen, bittet Winterhoff die Werdohler, die Baustelle zu umfahren. Sonst könne es auch an der Ampel an der Ecke zur Goethestraße zu Staus kommen. - Von Constanze Raidt

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