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Krieg in der Ukraine als Thema: Gesamtschüler erschaffen besondere Ausstellung

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Von: Michael Koll

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Mit dem Angriffskrieg der Russen in der Ukraine beschäftigt sich die Ausstellung, die seit Donnerstag im Foyer der Schule vor der Mensa zu sehen ist.
Mit dem Angriffskrieg der Russen in der Ukraine beschäftigt sich die Ausstellung, die seit Donnerstag im Foyer der Schule vor der Mensa zu sehen ist. © Koll, Michael

„Wir wussten vorher schon viel, dachten wir“, sagt die 14-jährige Emily. „Aber dann haben wir so viele neue Informationen bekommen. Das hatten wir gar nicht erwartet.“ Sie schluckt und schiebt hinterher: „Erstaunlich, wie tief greifend dieses Thema ist.“

In der vergangenen Woche haben 23 Schüler der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) sich in 15 Unterrichtsstunden im Rahmen dreier Projekttage mit dem Krieg in der Ukraine beschäftigt.

Lehrer Yannis Dahlmann schildert: „Sie haben selbstständig recherchiert und schließlich eigene Texte verfasst.“ Diese Texte bilden nun auf Stellwänden eine Ausstellung, die im Foyer der Schule vor der Mensa ausgestellt worden ist.

Schüler haben „freiwillig länger gearbeitet“

Svea, Mitschülerin von Emily und 15 Jahre alt, berichtet: „Die Arbeit daran war anstrengend. Sich so lange konzentrieren zu müssen, ist schwer.“ Sie betont jedoch zugleich: „Doch es hat uns alle echt weitergebracht. Und so haben wir freiwillig länger gearbeitet.“

Pädagoge Dahlmann schildert die Motivation hinter dem Projekt: „Wir wollten ein eigenes Angebot der Information jenseits der sozialen Medien schaffen.“ Beteiligt waren Geschichts-, Politik-, Wirtschafts- und Erdkundelehrer. „Und zum Schluss kamen auch noch Deutsch-Kollegen dazu, die das Ganze noch einmal speziell zum Thema Sachtextanalyse angegangen sind.“

Alle AEG-Schüler besuchen die Ausstellung

Die dabei entstandenen Texttafeln tragen die Überschriften „Krim 2014“, „Der Weg in den Krieg“, „Das Leid der Bevölkerung“ sowie „Die Reaktion der Weltgemeinschaft“. Lehrer Dahlmann erklärt: „Alle Schüler der AEG werden während des Unterrichts die Ausstellung besuchen.“ Anhand von QR-Codes finden die Besucher weitergehende Information, aber auch ein Quiz mit insgesamt 16 Fragen. Durch diese Form der Wissensabfrage können die Lehrer, die mit ihren Schützlingen die Ausstellung besuchen, ermitteln, was inhaltlich bei den Schülern hängen geblieben ist.

An diesem freiwilligen Projekt, so erläutert Lehrer Dahlmann, „nahmen zu etwa 60 Prozent Mädchen und entsprechend weniger Jungen teil“. Diese stammten aus den Jahrgangsstufen sechs bis zehn. Was alle aber eint, lobt der Pädagoge, „ist, dass sie enorm schnell gearbeitet haben“.

Ausstellung wächst weiter

Abgeschlossen ist diese Arbeit aber noch lange nicht. Dahlmann führt aus: „Der Krieg wird weiter gehen und auch die Ausstellung wird alle 14 Tage weiter wachsen.“ Weitere Stellwände könnten sich so etwa mit den Themenfeldern „Propaganda und Fake-News“ und „Flucht“ beschäftigen.

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