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„Der Jahreszeit entsprechend kleiden“: Kirchen drehen die Heizung runter

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Von: Volker Griese

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Die Evangelische Kirchengemeinde wird die Christuskirche in der Innenstadt nur noch auf maximal 16 Grad aufheizen, um Energie zu sparen.
Die Evangelische Kirchengemeinde wird die Christuskirche in der Innenstadt nur noch auf maximal 16 Grad aufheizen, um Energie zu sparen. © Volker Griese

Nach der katholischen St.-Michael-Pfarrei Werdohl/Neuenrade und der Neuapostolischen Gemeinde haben zwei weitere Werdohler Kirchengemeinden beschlossen, ihre Gebäude in den nächsten Monaten sparsamer zu beheizen.

Werdohl ‒ Am Dienstagabend hat das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl offiziell beschlossen, was zuvor schon Pfarrer Martin Buschhaus gegenüber dieser Zeitung angedeutet hatte: Die Christkuskirche in der Innenstadt und die Friedenskirche in Eveking werden nur für die konkreten Nutzungszeiten auf eine Temperatur von 16 Grad aufgeheizt, nachts werden die Heizungen dort auf 12 Grad heruntergefahren.

Gottesdienstbesucher seien gut beraten, sich „der Jahreszeit angepasst zu kleiden“, sagte der Presbyteriumsvorsitzende Pfarrer Dirk Grzegorek. Außerdem gebe es Überlegungen, die Gottesdienste zeitlich an die neuen Gegebenheiten anzupassen, formulierte Grzegorek etwas verklausuliert, dass auch über kürzere Verweildauer in den Kirchen nachgedacht werde.

Weniger Gottesdienste zu Weihnachten

Anpassen werde die Gemeinde beispielsweise auch die Gottesdienste zu Weihnachten, gab Grzegorek bereits einen kleinen Einblick in die Planungen für die Wintermonate. So werde es an Heiligabend nur um 15 Uhr eine Familien-Christvesper mit Krippenspiel in Eveking und um 17 Uhr eine Christvesper in der Christuskirche geben. Weitere Gottesdienste an diesem Tag seien nicht geplant. Für den ersten Weihnachtstag sei dann nur ein Gottesdienst in Eveking und für den zweiten Weihnachtstag nur ein Gottesdienst in der Christuskirche vorgesehen. „Das sind schon Verschiebungen“, zeigte sich Grzegorek der Tragweite dieser Entscheidungen bewusst.

„Wir wissen, dass wir vor der Herausforderung stehen, die Menschen auf unserem Weg mitzunehmen“, sagte Pfarrer Grzegorek. Die Kirche habe aber auch eine Verantwortung und die Pflicht, in der Krise ihren Beitrag zum Energiesparen zu leisten.

Auch die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde hat mittlerweile Maßnahmen beschlossen, mit denen sie Energie sparen kann. „Wir haben seit dem vergangenen Sonntag bis auf Weiteres unsere Gottesdienste aus dem großen Gemeindesaal in einen kleineren Nebenraum verlegt, der separat beheizt werden kann“, teilte Michael Turck von der Gemeindeleitung auf Nachfrage mit. Auf diesem Weg werde „eine signifikante Reduzierung der anfallenden Energiekosten“ erzielt.

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