Ratssitzung abgesagt

Den Werdohler Haushalt 2021 gibt es nur als Datenpaket

So eine Haushaltsvorstellung wie in den vergangenen Jahren üblich wird es wegen Corona nicht geben, außerdem hat das Personal komplett gewechselt: Die damalige Bürgermeisterin ist abgewählt, der frühere Kämmerer Schlüter und der frühere Fachbereichsleiter Grabs sind in Pension, Benjamin Luschnat hat die Verwaltung verlassen. Melanie Griebsch leitet mittlerweile die Rechnungsprüfung.
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So eine Haushaltsvorstellung wie in den vergangenen Jahren üblich wird es wegen Corona nicht geben, außerdem hat das Personal komplett gewechselt: Die damalige Bürgermeisterin ist abgewählt, der frühere Kämmerer Schlüter und der frühere Fachbereichsleiter Grabs sind in Pension, Benjamin Luschnat hat die Verwaltung verlassen. Melanie Griebsch leitet mittlerweile die Rechnungsprüfung.

Die Werdohler Stadtverwaltung unter der derzeitigen Leitung von Vanessa Kunze-Haarmann hat die Ratssitzung zur Haushaltseinbringung abgesagt. Sie sollte eigentlich am Montag, 18. Januar, im Festsaal Riesei stattfinden.

Eine Präsenzveranstaltung sei zwar möglich, aber nicht nötig, weil keine dringenden Beschlüsse gefasst werden müssen.

Das sah bei der letzten Ratssitzung Ende des vergangenen Jahres anders aus, der um die Hälfte der Mitglieder verkleinerte Rat hatte über ansonsten anfechtbare Satzungen zu Abwasser, Abfallbeseitigung und Vergnügungssteuer entschieden. Die Beschlüsse waren damals schnell getroffen. Die Ratsmitglieder nutzen die Gelegenheit, mit Nachfragen zu durchaus wichtigen Themen ihre politische Arbeit zu machen. Allein aus diesem Grund will die Verwaltung aber keine Ratssitzung anbieten, deshalb soll der Haushaltsentwurf für das bereits laufende Jahr 2021 digital eingebracht werden.

Kein Kontakt zum erkrankten Bürgermeister

Vanessa Kunze-Haarman zieht es aus Gründen der Verwaltungssicherheit vor, weiter von zuhause aus zu arbeiten. Einen dienstlichen Kontakt zum an Corona erkrankten Bürgermeister gibt es deshalb nicht mehr, weil er seine Amtsgeschäfte aus gesundheitlichen Gründen komplett in die Hände seiner ständigen Vertreterin gelegt hat. Kunze-Haarmann kann deshalb im Augenblick wichtige Entscheidungen im Homeoffice treffen.

Sie arbeite immer noch am Haushalt, sagte sie am Freitag am Telefon. In Absprache mit dem EDV-Team des Rathauses – praktischerweise ist ihr Ehemann der Leiter dieser Abteilung – werde der Datenversand der Haushaltsunterlagen vorbereitet. Vermutlich am Montag, 18. Januar bekommen die Fraktionen und die Redaktion dieser Zeitung die Unterlagen digital zur Verfügung gestellt. In den vergangenen Jahren war die Verwaltungsspitze am Vormittag der Haushaltseinbringung im Dienstauto zur Aufsichtsbehörde gefahren, danach gab es ein Gespräch mit der Redaktion dieser Zeitung im Rathaus und bei der Sitzung am Abend trugen Kämmerer und Bürgermeisterin ihre Ziele in einer Rede vor.

Öffentlichkeit wird informiert

Zur formellen Haushaltseinbringung gehört gesetzlich zwingend auch die Information der Öffentlichkeit. Ein Telefongespräch zur Erläuterung der wichtigsten Daten des neuen Haushaltsplanentwurfs ist deshalb vereinbart.

Vanessa Kunze-Haarmann sagte aber jetzt schon, dass im Haushalt keine wirklich überraschenden Dinge zu finden seien. Dass sich Corona in dem Zahlenwerk wiederfindet, ist selbstverständlich. Zweites großes Thema sind die geplanten Bauvorhaben. Dass die Stadt ein neues Feuerwehrgerätehaus bauen will, ist ebenfalls keine Neuigkeit.

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